Wie wichtig die Verknüpfung von Bildern mit einem Text ist, zeigen wissenschaftliche Studien, die sich mit dem Leseverhalten beschäftigen. Sie zeigen, dass Bilder einen Text segmentieren und den Lesern eine Art Anker geben. Denn die meisten lesen einen Text nicht komplett durch, sondern nur diejenigen Abschnitte, die für sie persönlich interessant erscheinen. Bilder bereichern also den Text und erhöhen somit die Chance, dass er auch vollständig gelesen wird (oder überhaupt gelesen wird). Das richtige PR-Bild kann hier das Interesse an einem Text und dessen Chancen abgedruckt zu werden deutlich verstärken.
Aber was ist ein gutes PR-Bild?
Ein PR-Bild muss eine PR-Botschaft visualisieren, d.h. die Medienresonanz einer Pressemeldung verstärken. Außerdem muss es (Bild-)Redakteuren einen Nutzwert bieten. Es sollte das dazugehörige Thema authentisch visualisieren, Informationen und/oder Emotionen transportieren und natürlich zur Bildsprache der Zielmedien passen. Außerdem entlastet ein mitgeliefertes Bild das Budget der Redaktion oder den Zeitaufwand für eine Bildrecherche.
Das PR-Bild unterscheidet sich außerdem erheblich von der Werbefotografie. Werbefotografische Fotos finden in Anzeigen Verwendung, wohingegen PR-Bilder im redaktionellen Teil platziert werden. Auch die Zielgruppe ist eine andere. Werbefotos wenden sich an den Leser, wollen ihn direkt ansprechen – PR-Fotos müssen zuerst dem Journalisten gefallen, der diese dann weiterverwendet.
Wie erhalten Redaktionen ihre Pressebilder?
Unternehmen können den Journalisten ihre Arbeit erleichtern – und damit auch die eigene Chancen auf eine Veröffentlichung erhöhen – wenn sie bereits passendes PR-Bildmaterial mitliefern. Hierzu haben sie verschiedene Möglichkeiten. Sie können z.B. eigene Fotoproduktionen durchführen, oder bereits zum Thema passende Bilder kaufen. Neben den klassischen Bildagenturen werden hierbei die kostengünstigen Microstock-Anbieter wie Shutterstock, iStockPhoto oder Bigstock immer beliebter. Die Redaktionen sparen somit wie gesagt Zeit für eine eigene Bildrecherche in Ihrer Bilddatenbank oder sogar Geld für den Ankauf von Bildmaterial.
Auswahkriteren für Bildmaterial
Natürlich hängt die Auswahl letztlich vom einzelnen Redakteur oder Medium ab, aber es gibt gewisse allgemeine Auswahlraster: Der Redakteur prüft, ob die inhaltlichen Kriterien stimmen, das heißt die Bildaussage, der Informationsgehalt des Bildes und die Gestaltung. Natürlich spielt auch die technische Bildqualität eine wichtige Rolle. Dazu gehört auch die Auflösung der Bilddatei, da möglicherweise nur ein Ausschnitt des Bildes verwendet wird. Auch die Nutzungs- und Urheberrechte sowie die Quellenangabe müssen klar definiert sein.
Und last but not least muss auch das Timing stimmen. Kein Journalist wird beispielsweise Tage nach einem großen Event Fotos zu dem Thema gebrauchen können- je früher man aktuelles Bildmaterial anbietet, desto besser.
Sophie Schmid