Forschungsobjekt Blogger

Eu_blogger_1In der Forrester-Studie “Profiling European Bloggers” beschäftigen sich die Marktforscher mit der Aufteilung des europäischen „Blogger-Marktes“, dem Einfluss der Bloggger auf Unternehmen und Marken sowie mit der empfohlenen Reaktion der Unternehmen auf die Bogosphäre.

Die Bedeutung von Blogs erkennt man schon an der Tatsache, wie viel Marktforschung und Medienpräsenz das Thema Bloggen verursacht (mehr zur Forrester-Studie gibt es z.B. in der FAZ und im Cio-Blog). Bei erst ca. vier Millionen europäischen Bloggern ist der Markt so klein, dass man in anderen Branchen nur hohl kichern würde. Der Einfluss von Blogs ist dagegen ernorm.

“Aktive Blogger können eine Marke in weniger als einem Tag aufbauen oder vernichten“, so Forrester.

Kenne Deine Blogger

Jaap Favier von Forrester rät Unternehmen daher, erst dann die Blogosphäre zu betreten, wenn sie die für sie wichtigen Blogger und deren Eigenheiten genau kennen. Auf keinen Fall sollten sie Beziehung zu ihnen vortäuschen oder der Schuss kann nach hinten losgehen. “Um in der Ära des ,Social Computing’ erfolgreich zu agieren, müssen Unternehmen von Top-Down-Management und Kommunikationstaktiken Abstand nehmen und Communities in ihre Produkte und Dienstleistungen einbeziehen”, rät Favier.

Hat man Blogger aber von einem Angebot überzeugt, kann das laut Forrester einen großen Push erzeugen. 70 Prozent der Blogger erzählten es ihren Freunden beispielsweise, wenn sie ein Produkt mögen.

Der Blogger an sich …

  • ist durchschnittlich 31 Jahre alt
  • hat einen hohen Bildungsgrad
  • geht fast täglich ins Internet
  • lebt und agiert dort ca. 16 Stunden pro Woche
  • und sieht dafür weniger Fernsehen
  • ist häufig Mitglied einer Community wie MySpace oder Dailymotion etc.
  • kommt meist aus Südeuropa
  • und ist – wer hätte es gedacht – in der Mehrzahl weiblich

Frankreich, Italien und Spanien machen laut Forrester-Studie 57 Prozent der europäischen Blogosphere aus. Die Franzosen liegen mit fast einer Million aktiver Blogger auf Rang eins, gefolgt von Schweden (der Ausnahme im Nord-Süd-Gefälle), Spanien, Italien, den Niederlanden, und Großbritannien. Deutschland liegt mit einem Anteil von nur 13 Prozent der Bevölkerung deutlich zurück.

Wibke Sonderkamp

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Aktualisiert am 17. August 2007

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