Wo lang bitte?
Spiegel Online schreibt über ein EU-Projekt, das in sieben europäischen Städten und Provinzen verwirklicht werden soll. Es klingt unglaublich: Verkehrsschilder und Ampeln sollen abgebaut werden. Ziel ist es nicht etwa, Europas Städte in ein riesiges Versuchsfeld für Forscher menschlichen Aggressionsverhalten zu verwandeln, sondern die Straßen sicherer zu machen.
Bei SpON heißt es: “Europas Verkehrsplaner träumen von Straßen ohne Zwangsvorschriften. Frei und menschlich, als Brüder sollen sich Autofahrer und Fußgänger begegnen: durch freundliche Handzeichen, Kopfnicken und Blickkontakte und nicht gegängelt durch Verbote, Limits und Warntafeln.”
Was für “freundliche Handzeichen” das sind, kann man sich ja denken…
Wer dies einmal in Deutschland testen will, der fahre nach Bohmte. Es hat sich nämlich tatsächlich eine deutsche Stadt bereit erklärt, bei dem Projekt mitzumachen. Ich stelle mir allerdings gerade den morgendlichen Berufsverkehr in München ohne Schilder und Ampeln vor…wie gut, dass ich mittlerweile Bahn fahre.
Lars Basche
Tags: EU-Projekt, Schilderwald, VerkehrsschilderAktualisiert am 17. August 2007


Ja, dazu hab ich auch schon mal was gelesen — allerdings nicht totaler Abbau sondern extreme Reduzierung. Es gibt mitlerweile einen solchen Schilderwald auf unseren Strassen, dass sie teilweise eher verwirren als Vorschriften zu klären.
z.B. http://auto.netscape.de/Routenplaner/ADAC-fordert-Schilderwald-abholzen-1614817951-0.html