Videoportale – Der große Vergleich (Teil 1)

67_1 Das rasante Zugriffs-Wachstum von Videoportalen und die Tatsache, dass heute fast jedes Ereignis von irgendjemanden irgendwo auf der Welt gefilmt und im Internet veröffentlicht wird, hat uns dazu veranlasst, die wichtigsten Videoportale einmal genauer unter die Lupe zu nehmen und die Unterscheidungskriterien herauszuarbeiten.

Die Ergebnisse unserer Analyse werden wir in der 5-teiligen Videoportal-Serie ab sofort in diesem Blog präsentieren. Unser Augenmerk richtet sich dabei auf YouTube, MyVideo, Sevenload, Clipfish und Dailymotion.

Teil 1: Gründungsgeschichte der Videoportale: Wer war der erste und wer steckt hinter wem?

Ob Der Spiegel, die Feuilletonseiten der Tageszeitungen oder Computermagazine – beherrscht die Schlagzeilen. Doch ist mitnichten der einsame Vorreiter aller Videoportale gewesen. Zeitgleich mit den drei ehemaligen PayPal-Mitarbeitern Chad Hurley, Steve Chen und Jawed Karim von YouTube gingen auch in Frankreich zwei -Begeisterte an den Start: Im Februar 2005 gründeten Benjamin Bejbaum und Olivier Poitrey das Videoportal . Im April 2006 wurde die erste deutsche Video-Community von Ibrahim Evsan gegründet. Gefolgt von im gleichen Monat und Clipfish (RTL Interactive) im Juni 2006.

Heute, knapp 2 Jahre später, hat sich die Landschaft bereits etwas verändert. Was bei YouTube in einer Hinterhofgarage begann – so zumindest die Legende – ist in einem Millionen Deal mit Google aufgegangen: Am 9. Oktober 2006 wurde YouTube vom Suchmaschinenbetreiber Google für umgerechnet 1,31 Milliarden Euro (in Aktien) gekauft. Die Marke YouTube soll weiterhin bestehen bleiben, der Betrieb mit 67 Mitarbeitern – darunter die Gründer Chad Hurley und Steve Chen – wird die Geschäfte vorerst unabhängig weiterführen.Photomerge_1

Und auch die Gründer von MyVideo haben zumindest einen Teil-Exit hingelegt: Im September 2006 hat sich der im M-Dax notierte Fernsehkonzern ProSiebenSat 1 mit 30 Prozent an dem deutschen Portal beteiligt. Eine Option auf 100 Prozent. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt.

Während MyVideo nun also durch TV-Werbespots auf ProSiebenSat 1 gepusht wird, hat auch Sevenload Rückenwind bekommen. Seit November 2006 nämlich ist Sevenload mit Dirk Ströers Beteiligungsgesellschaft eine strategische Partnerschaft eingegangen. Und Dirk Ströer ist Mitinhaber der Ströer AG- Deutschlands größtem Vermarkter von Außenwerbeflächen.

Damit bleibt unter den genannten 5 Videoportalen allein Dailymotion als unabhängiges Portal übrig (Clipfish ist eine Erfindung von RTL Interactive). Die beiden Gründer sehen sich als echte Web 2.0 Community. Sie wollen die basisdemokratische Reinkultur des Internets – allein der Wille des Users zählt: Ohne Promotions großer Fernsehkanäle oder aufwendiger offline Marketingaktionen.

Übersicht (Stand Januar 2007)

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Nina Bock

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Aktualisiert am 17. August 2007

Ein Kommentar

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  1. Kommentar von silvio jähnke:

    Mit http://www.blustop.de betreiben wir ein reines Business Videoportal auf denen Werbe. -und Imagefilme eingestellt werden.

    12. Juli 2007 @ 13:07

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