Zeitungen gewinnen Leser durch Blogs

Journalisten und Blogger, Konkurrenz oder Symbiose? Diese Frage taucht sowohl in traditionellen Medien als auch in der Blogosphäre immer wieder auf.

Positive Prognosen für ein symbiotisches Miteinander gibt eine aktuelle Studie von Nielsen/NetRatings. Sie untersuchte die Entwicklung der Leserzahlen bei Onlineversionen führender US-Zeitungen und deren Blogs. Die Gesamtleserschaft wuchs laut Nielsen im letzten Jahr um neun Prozent – die der zeitungseigenen Blogs dagegen um 210%.

OK, man muss natürlich bedenken, dass das Thema Blogs wesentlich jünger ist und damit viel mehr Wachstumspotenzial bietet. Allerdings machen die Blog-Leser laut der Studie mittlerweile immerhin 13% der Online-Leserschaft aus und helfen Online-Zeitungen dabei ihre Leserschaft zu erweitern. Die US-Zeitungen sehen in ihren Blogs die Möglichkeit, ihren Lesern einen Mehrwert zu bieten, der sie von anderen Zeitungsangeboten abheben. Das Blog gibt dabei unter anderem die Möglichkeit, mit Echtzeit-Leserbriefen auf Artikel zu reagieren und so den Austausch zwischen Redaktion und Lesern zu beleben.

Die Studie untersuchen allerdings lediglich das Nutzungsverhalten der Leser. Auf die Frage nach der Glaubwürdigkeit oder dem Vertrauen in die unterschiedlichen Medien geht sie nicht ein.

Die Gelegenheit das Thema „Qualitätsjournalismus & Blogs“ zu diskutieren, bietet das Nextperts-Treffen am 7. Februar. Blogger und Journalisten beschäftigen sich dabei mit kontroversen Medien-Thesen von “Wozu noch Journalisten?”, „Im Internet tummeln sich Experten aller Fachgebiete, die vielen Journalisten zumindest inhaltlich, oft auch sprachlich überlegen sind“, bis zu „Massenmedien bleiben, gute Medienmarken haben eine Zukunft“. Weitere Informationen gibt es bei Klaus Eck, der die Nextperts-Treffen organisiert, auf PR-Blogger.de.

Wibke Sonderkamp

Tags: , , , , , ,

Aktualisiert am 17. August 2007

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar · RSS Comments

Schreibe einen Kommentar