Journalismus vs Web 2.0
Der NDR strahlte eine Sendung aus mit dem Titel “Neue Konkurrenz – Wie das Web 2.0 den Journalismus verändert”.
Der Beitrag gibt eine ganz nette Einführung in das Thema, natürlich eher für Neulinge gedacht und gemacht (für Fortgeschrittene wäre dieses Video zu empfehlen). Interessant ist allerdings die Auswahl der Interviewpartner. Aus den USA gab’s Hochkarätiges in Form von Caterina Fake, Ariana Huffington und Miles Beckett, also wirklich relevante Vertreter und Gestalter des sogenannten Web 2.0.
Aus Deutschland dann – wie bezeichnend – zwei Wissenschaftler, Norbert Bolz und Jan Schmidt. Nichts gegen die beiden Herren, sie haben auch wirklich Interessantes gesagt, wie zum Beispiel:
„[...] weil ich mir nicht vorstellen kann, dass der klassische Journalismus sich am Leben halten kann ohne sich fundamental zu verändern; einfach deshalb weil die Erwartung an den klassischen Journalismus, nämlich objektive Berichterstattung, gar nicht mehr das Zentrum des Bedürfnisses gerade der Jugendlichen trifft. Was sie wollen, ist gar nicht Objektivität sondern Authentizität.“
Allerdings frage ich mich, warum nicht auch aus dem deutschen Web 2.0-Bereich Leute gefunden werden konnten…? Gerade unter bloggenden Journalisten gibt es doch nun wirklich einige, die eine kompetente und kontroverse Meinung zu diesem Thema haben. Oder wollten die alle nicht…?
Und als das erste Mal die Sprache aufs Bloggen kam, sah man einen dunklen Raum (wahrscheinlich des Nachts), in dem nur zwei Bildschirme diffuses Licht verstrahlten und vor einem dieser Bildschirme saß einer…ah ja, so stellt sich der öffentlich-rechtliche Redakteur also den Blogger vor…allerdings kommen im weiteren Verlauf noch weitere Einstellungen in helleren und freundlicheren Gefilden.
Gefunden bei Robert Basic.
Und das Video gibt’s dort selbst und auch hier.
Lars Basche
Tags: Ariana Huffington, Caterina Fake, Flickr, Huffington Post, Jan Schmidt, Lonely Girl 15, Miles Beckett, Norbert Bolz, Web 2.0Aktualisiert am 17. August 2007
