Die Dame ist unschlagbar

Wie bei Spiegel online und der Financial Times Deutschland online zu lesen war, haben kanadische Wissenschaftler einen unbesiegbaren Dame-Computer entwickelt.
Über 18 Jahre rechneten Jonathan Schaeffer und seine Kollegen von der Universität von Alberta mehr als 39.000 Milliarden verschiedene Spielstellungen durch. Nun konnten sie beweisen, dass das Brettspiel Dame immer auf ein Remis hinausläuft, wenn beide Seiten fehlerfrei spielen.

Insgesamt sind auf einem Dame-Spielbrett rund 500 Millionen Billionen (exakt: 500.995.484.682 338.672.639) Stellungen möglich. Diese Menge konnten Schaeffers Computer nicht komplett durchspielen. “Das würde zu meinen Lebzeiten nicht fertig”, sagt der Forscher. “Zudem würde allein der Festplattenplatz, um alle diese Resultate zu speichern, zig Millionen Dollar kosten.”

Stattdessen ließen die Informatiker von rund 50 Computern alle möglichen Spielstellungen mit zehn oder weniger Steinen auf dem Brett analysieren – immerhin mehr als 39 Billionen (exakt: 39.271.258.813.439). Dann identifizierten sie 19 relevante Spieleröffnungen, die sie so weit durchspielen ließen, bis nur noch zehn oder weniger Steine auf dem Spielbrett waren.

Daraus entwickelten sie eine allgemeine Dame-Strategie, mit der sich immer eine Konstellation erreichen lässt, die zu einem Patt führt. Für mich hört sich diese Rechnerei eher nach wilder Mathematik an. Die Forscher jedoch sehen darin einen Meilenstein für den Forschungszweig der Künstlichen Intelligenz.
Der Erfolg werfe zudem die Frage auf, ob auch Schach lösbar sei. Angesichts der vermutlich Billiarden verschiedenen Spielstellungen beim Schach brauche man nach Aussage der Forscher für eine solche Lösung vor allem viel Zeit.

Nicole Gryzewski

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Aktualisiert am 17. August 2007

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