Heimliche Updates von Microsoft
Wie unter anderem heise online und zdnet.de berichteten, hat das Unternehmen aus Redmond bei allen Windows-XP- und Vista-Rechnern mit aktivierter Updatefunktion endlich den Update-Client des Systems aktualisiert. Genau dieses Update wurde nämlich durchgeführt, wenn der Benutzer folgende Option im Konfigurationsdialog für Automatische Updates gewählt hatte: „Benachrichtigen, aber nicht automatisch downloaden oder installieren”.
Schlaue Benutzer hatten sich aber das Windows-Ereignis-Log angeschaut und genau dies festgestellt. Microsoft meint dazu, dass es sich bei dem Update lediglich um einen notwendigen Schritt zur Sicherung der Qualität der Windows-Update-Funktion gehandelt habe… Der Update-Client habe den Benutzer nicht mehr über neue Updates informiert oder diese installiert. Unternehmen mit Windows Server Update Services (WSUS) im Firmennetzwerk seien, so Microsoft, nicht betroffen, da dort der Administrator die Aktualisierung für den Update-Client manuell vornehmen könne.
Nun für den Moment will ich das mal glauben. Aber nachdem Microsoft bereits im März zugegeben hatte, beim Windows-Update Daten über den Benutzerrechner an Microsoft-Server zu senden, spielt das Unternehmen ganz schön mit dem Vertrauen seiner Kunden. Mal schauen, wie lange die sich das noch gefallen lassen.
Nicole Gryzewski
Tags: Heise online, Microsoft, update-client, Vista, Windows, zdnet.deAktualisiert am 14. September 2007
