Nach wüsten Fontänen und alten Glühbirnen: Vorstöhnen mal anders
Für die außergewöhnlichsten Internetseiten ist das Internet ein wohl unbezahlbares Geschenk. Da brennt beispielsweise eine angeblich 106 Jahre alte Glühbirne in einer Feuerwehrstation im kalifornischen Livermore und kann über eine Webcam betrachtet werden. Es werden Anleitungen zur Verfügung gestellt, wie ein kleines Kaubonbon eine Diät-Cola zu einer wüsten Fontäne mutieren lässt oder Portale gestartet, auf denen aus der eigenen Handynummer Geld zu machen ist.
Unter www.stoehn-meine-ip.de ist es ab sofort allen Webusern möglich, sich die eigene IP-Adresse vorstöhnen zu lassen. GlobalCom hat es ausprobiert. Zugegeben, das klingt erst einmal absurd, erweist sich aber als amüsante Abwechslung in einer ruhigen Minute. Standardmäßig werden männliche Online-Surfer von einer weiblichen Stimme begrüßt, die durchaus geeignet wäre, einen Pornofilm zu vertonen. Nach einer kurzen Begrüßung, beginnt das lustvolle IP-Stöhnen.
Clever: die Macher haben die Seite so programmiert, dass mit gleicher IP wiederkommende Internet-Nutzer erkannt und entsprechend begrüßt werden. Aus den PC-Lautsprechern tönen dann Sprüche wie “Na du süßer Schlingel, bist Du schon wieder bei uns. Hier noch einmal Deine IP.” Doch nicht nur Männer sollen sich ihre IP-Adresse vorstöhnen lassen können. Über ein kleines Bildchen am rechten, oberen Bildrand kann mit nur einem Klick auf eine Version gewechselt werden, die für die weibliche Zielgruppe ausgelegt wurde. Statt weiblicher Stöhn-Laute gibt es hier ein männliches Pendant.
Wem die IP-Stöhnerei irgendwann zu stupide wird, hat die Möglichkeit, zu wechseln: zu www.stoehn-das-datum.de oder www.stoehn-die-zeit.de. Aber Vorsicht: lassen Sie sich im Büro nicht von ihrem Chef erwischen. Er könnte bei geschlossener Tür die plötzliche Stöhnerei falsch interpretieren. Hinter den Domains verbirgt sich übrigens die Keagan Solutions OOD in Sofia (Bulgarien), seit 1. Januar 2007 Mitglied der Europäischen Union.
André Puchta
Tags: stöhn das Datum, Stöhn meine IP, stöhnt die ZeitAktualisiert am 19. Oktober 2007
