Heute schon ge-xibbt?
Die Frage wie objektiv Ergebnisse von Suchmaschinen sind, sorgte in den vergangenen Monaten immer wieder für Diskussionen. Kritiker vermuten, dass mittlerweile Vermarktungsmethoden für Internetseiten – wie Suchmaschinenoptimierung und geschicktes Verlinken – wichtiger für die Trefferquote sind als der Inhalt der Webseiten. Wenn die großen Suchmaschinenbetreiber zudem selbst Produkte über das Internet anbieten, die in der Suchergebnisliste mit anderen Anbietern konkurrieren, trägt das nicht gerade zur Glaubwürdigkeit der Trefferqualität bei.
Eine Alternative kommt jetzt aus Düsseldorf : xibben verbindet eine Suchmaschine mit Social Bookmarking. So sollen die User über die Qualität der Treffer entscheiden und damit die Spreu vom Weizen trennen. Zu jedem erdenklichen Suchbegriff will xibben eine Top-Ten-Liste der besten Treffer bieten. Zum Start gib es etwas mehr als 1.000 Rubriken von Shopping und Geschenketipps bis zum richtigen Arzt oder Anwalt, dem besten Krimi, oder der besten Abenteuerreise. Wie viele dazu kommen und ob das Konzept aufgeht hängt davon ab, ob xibben die Internetuser überzeugt – denn nur wenn viele Anwender mitarbeiten kann xibben funktionieren.
Die erste Welle der Berichterstattung lief jedenfalls schon einmal positiv für die Newcomer. Zumindest im deutschsprachigen Raum wurde die Site in vielen Medien vorgestellt, was meiner Meinung nach auch an der genialen Namensgebung liegt. Wichtig für den Erfolg eines neuen Angebots scheint heute zu sein, dass man den Namen auch als Verb verwenden kann – siehe „googeln“, „skypen“ und Co. im Gegensatz zur SMS und dem nach vielen Anstrengungen herbeigebetete „simsen“.
Ich xibbe dann mal nach einem Weihnachtsgeschenk für meinen Opa
Wibke Sonderkamp
Tags: Social Bookmarking, Suchmaschine, Suchmaschinen, xibbenAktualisiert am 30. November 2007
