Mobiles Europa
… wie die Mobilfunkbranche Europas Wirtschaft und unser Leben bis 2015 verändern möchte
Die Interessensvertretung der internationalen Mobilfunkbranche GSMA hat gestern ein sogenanntes European Mobile Manifest veröffentlicht.
Die Grundsatzerklärung liefert eine ausführliche Marktübersicht über den EU Mobile Markt heute und legt dar, mit welchen konkreten Maßnahmen die Mobil-Branche die Europäische Kommission bis zum Jahr 2015 unterstützen wird. Zum Umsetzen dieser Initiativen stellt die Branche auch konkrete Forderungen an die Europäische Kommission.
Das Grundsatzpapier wurde von den Mobilfunkanbietern in Zusammenarbeit mit Ingenious Consulting erstellt und zielt darauf ab, soziale, ökonomische und ökologische Unterstützung durch folgende Initiativen zu liefern:
- Soziale Initiativen in den Bereichen mLearning, mHealth, mGovernment
- Ökonomische Initiativen durch die Verbreitung von Mobile Broadband und mCommerce
- Umwelt-fördernde Initiativen wie mobile Telearbeit, Verkehrssteuerung, SmartCities, SmartBuildings und Smart Manufacturing, standardisierte Ladegeräte etc.
Die Folgen dieser Initiativen werden klar erkennbar sein. Die Berechnungen zeigen beispielsweise, dass Teleworking den CO2-Ausstoss um 22,1 MtCO2e pro Jahr senken und Energieeinsparungen im Wert von 7,7 Milliarden Euro bewirken können. Im Bereich mHealth gehen die Berechnungen von weiteren 78 Milliarden Euro an Einsparungen bis 2015 aus. Zunehmende Konnektivität soll außerdem die Produktivität fördern und damit bis 2015 bis zu 349 Milliarden Euro, beziehungsweise 2,9 Prozent des EU Bruttoinlandprodukts (BIP) erwirtschaften
Die Branche geht von einem Investitionsvolumen von 340 bis 750 Milliarden Euro bis zum Jahr 2015 aus. Das Manifest wird von 10 führenden Mobilfunkanbietern unterstützt – darunter Orange, Telecom Italia, Telefonica, T-Mobile und VODAFONE. Insgesamt vereint die GSMA fast 800 Mobilfunkanbieter in 219 Ländern sowie mehr als 200 Unternehmen im weiteren Mobilfunkumfeld.
Download des Manifests
Video-Interview mit dem Tom Phillips GSMA: www.mobileworldlive.com
Wibke Sonderkamp
Tags: Europäische Kommission, GSMA, Mobile, Mobile Manifest, Mobilfunkbranche, T-MobileAktualisiert am 4. November 2009
