Made in China – Eine neue Generation chinesischer Unternehmen kämpft für einen Imagewandel
Internationalisierung chinesischer Unternehmen eröffnet neue Potenziale für die PR (Teil 1)
Der Aufstieg Chinas zu einer wirtschaftlichen und politischen Weltmacht ist ein “Dauerbrenner” in den Medien. Der letzte größere Anlass, sich diesem Thema intensiver zu widmen und eine Standortbestimmung des östlichen Riesenreiches vorzunehmen, war der Besuch der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel in China. Verschiedene Medien haben eine Analyse der in der Tat beeindruckenden Veränderungen und Entwicklungen Chinas vorgenommen und diese dabei auch der “Neupositionierung” nicht nur einzelner Unternehmen, sondern des ganzen Landes gewidmet (Beispiel Handelsblatt).
Im Verlauf der letzten Monate und Jahre ist eins deutlich geworden: China arbeitet hart daran, sein „Sweatshop-Image” los zu werden, und seine Global Player entwickeln und vertreiben längst Weltklasse-Produkte auf hohem Qualitäts-Niveau. Sie werden für ihre technologischen Standards mit international anerkannten Zertifikaten ausgezeichnet (Beispiel ISO-Zertifizierung), und belegen die Einhaltung internationaler ökologischer und sozialer Standards.
Das Ergebnis bestätigt den Erfolg dieser Strategie: Westliche Automobilunternehmen bemühen sich um die Kooperation mit Firmen wie BYD (Build your dream), chinesischer Batterie- und Autohersteller mit Sitz in Shenzhen. Aktuell bereitet das Unternehmen, dem hervorragende Perspektiven prognostiziert werden, seinen Börsengang vor; bereits vor drei Jahren hatte der US-amerikanische Investor Warren Buffet 230 Millionen US Dollar für einen zehnprozentigen Anteil an BYD investiert. Chinesische Solarunternehmen gehören inzwischen zu den Top-Playern der Solarbranche. Gleichzeitig entwickeln junge Chinesen in den Großstädten ein starkes Faible für chinesische Markenprodukte wie “Li Ning”, um nur ein Beispiel zu nennen.
Chinesische Global Player: Botschafter für eine neue wirtschaftliche Supermacht
„Wir starten gerade ein umfassendes Internationalisierungsprogramm und wollen weltweit unter die Top fünf“, sagt CEO Zhang Zhiyong laut “Handelsblatt”. Li Ning ist dabei nicht alleine: Immer mehr chinesische Unternehmen investieren in Marketing-Aktivitäten, um die Aufmerksamkeit unter den Verbrauchern weltweit zu erhöhen und um ihr Image zu stärken. Die chinesische Regierung unterstützt die Firmen dabei – sind sie doch hervorragende „Botschafter“ für ihr Land, die China und seine neue Globalisierungsstrategie ideal repräsentieren. Analog “made in Germany” soll “made in China” zum Synonym werden für Top Qualität, State-of-the-art Technologie und modernes Design. Schritt für Schritt soll dann der Upgrade von “made in China” zu “created in China” erfolgen.
Lesen Sie am Freitag in Teil 2 des Beitrags, welche Konsequenzen sich aus diesem Positionierungs- und Image-Wandel für die PR-Branche entwickeln.
Claudia Wittwer
Tags: China, Chinesische Unternehmen, PRAktualisiert am 31. August 2010

Dass China zur Zeit sehr im Fokus des öffentlichen Interesses steht, zeigen auch die vielen neuen Magazine bzw. Ableger und Sonderausgaben bekannter Business Magazine, die sich speziell mit dem chinesichen Markt und chinesichen Firmen auf dem internationalen Markt beschäftigen. Hier gibt es also offensichtlich großen Infobedarf.
[...] der in Teil 1 des Beitrags beschriebene Positionierungs- und Image-Wandel chinesischer Unternehmen für die [...]