19.Juli 2010

iWish: Apps, die es noch nicht gibt – aber geben sollte

Das Thema Kreativität rund um ist ja ein scheinbar unerschöpfliches. Mein bisheriger Favorit ist und bleibt der Wettbewerb auf Worth1000.com bei dem per Photoshop neue Apple-Produkte entworfen wurden.

Mein Freitags-Fund von David Pogue in der New York Times ist aber auch nicht schlecht. David rief seine Twitter Followers auf, Vorschläge für nützliche Apps zu machen. Trotz der bereits existierenden 225.000 Apps im Store und 60.000 im Google Android Store gab es viele weitere Vorschläge wie:

  • a To Do-list program that, thanks to the phone’s GPS, would remind you of things to do when you’re in the right place to do them — to “pick up a saw when you’re near the hardware store”
  • “a money program, à la Quicken, with an app that lets me take a photo of a receipt and have entered into my account.”
  • an app to tell you “where the nearest and cleanest public bathroom is.”
  • “An grocery-store app that tells you the aisle of the item you’re looking for… ”

oder gleich

  • “an app that maps out my grocery list in the supermarket to give me an optimized shopping path.”

Auch zum Thema Fitness gibt es Ideen wie:

  • An app that “syncs two or more iPods/iPhones, so you can run or work out with someone and everyone’s music stays in sync”
  • “a background app that monitors my physical activity for the day (via the accelerometer) & tells me if I need to hit the gym at night.”

Sehr schön auch der Vorschlag für Nerds:

  • An app that “adds background noise (airport, party…) during my calls, so people don’t think I’m a nerd sitting at my computer all day.”

Wuschträume bleiben dagegen wohl Apps wie:

  • “an app that gives my wife the ‘right answer
  • “an app that teleports me to a spot with a good cell signal.”

Noch mehr Ideen gibt es bei Pogue’s Posts

Wibke Sonderkamp

02.Juli 2010

Was macht Blogs populär?

Mit dieser Frage beschäftigte sich kürzlich unsere Kollegin Rachel Leamon vom GlobalCom PR-Network Partner March PR in Boston, USA.

Inspiriert war diese Überlegung durch zahlreiche Retweets und Kommentare zu einem ihrer Posts, den sie selbst zwar als ganz nett, aber nicht als einen ihrer besten Beiträge eingestuft hatte.

Einen Gedankengang, den ich gut nachvollziehen kann, denn immer wieder gibt es überraschend viele Reaktionen auf Posts bei denen man es gar nicht unbedingt erwartet. Ähnliches passiert auch bei Facebook-Einträgen – ich glaube meine meistkommentierte Bemerkung war die Frage „Wer in aller Welt kauft Jogurt mit Maisgeschmack?“.

Allerdings sind die Kommentare oder Blog Posts , die man selbst am liebsten liest, ja auch nicht immer die weltbewegenden, ausführlich informativen, sondern vielleicht eher kleine Kuriositäten am Rande.

Rachel hat sich die Mühe gemacht Retweets zu folgen und verschiedenste Blogs nach besonders beliebten Beiträgen zu durchsuchen. Hier eine Liste der Kriterien, die diese Posts gemeinsam haben:

  1. BulletPoints
    Beiträge die schnell und einfach zu lesen sind, finden Anklang. BulletPoints, fett gedruckte Schlüsselwörter und andere Strukturierungshilfen helfen dabei
  2. Fragen
    Leser mit einer direkten Frage in eine Diskussion einzuladen, animiert zu Kommentaren.
  3. Tipps & Tricks
    Nützliche Tipps für den (Berufs)Alltag oder aktuelle Probleme werden gerne angenommen – am liebsten in Form einer übersichtlichen Liste.
  4. Kurze Sätze
    Blog Posts sind keine wissenschaftlichen Abhandlungen. Lautes Probelesen hilft beim Verfassen.
  5. Bilder
    Die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne beim Web Browsing ist 9 Sekunden — die gleiche wie die eines Goldfischs. Bilder liefern (um beim Bild zu bleiben) einen Aufmerksamkeits-Anker.

Rachel bloggt bei PR Nonsense, dem Blog von March PR, und freut sich über weitere Kriterien per Kommentar.

Welche Blog Posts lest Ihr am liebsten?

Wibke Sonderkamp

29.Juni 2010

GlobalCom’s CleanEnergy Project hat auf Xing bereits über 20.000 Mitglieder

Die Social Community des CleanEnergy Projects wächst und wächst. So hat die internationale Initiative für erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Umwelt, die vom getragen wird und auf www.cleanenergy-project.de ihr eigenes Online-Magazin betreibt, in ihrer Gruppe auf Xing bereits mehr als 20.000 Mitglieder. Neben Mitgliedern, die in der Anfangsphase in die seit dem 31. März 2009 bestehende Gruppe eingeladen wurden, kommen immer häufiger Interessenten hinzu, die über Freunde und Kollegen vom CleanEnergy Project erfahren haben.

Gerade in der Energie- und Umweltbranche, als einem der am stärksten wachsenden Wirtschaftszweige, spielen gute Kontakte eine große Rolle. Die Social Community des CleanEnergy Projects bietet deshalb ihren Mitgliedern die Möglichkeit, sich interaktiv in Foren zu den Themen Klimaschutz, CleanTech und Nachhaltigkeit auszutauschen. Um einen persönlichen Kontakt zwischen Arbeitgebern, Arbeitnehmern, potenziellen Geschäftspartnern und Investoren der genannten Branchen herzustellen, veranstaltet das CleanEnergy Project regelmäßig Networking-Veranstaltungen in verschiedenen Großstädten wie München, Hamburg, Frankfurt am Main, Köln und Berlin. Ein Gruppen-Newsletter versorgt die Mitglieder alle zwei Wochen mit den neuesten Informationen aus dem CleanEnergy Project Online-Magazin.

Ziel des CleanEnergy Projects ist es, Experten, Unternehmen und Verantwortliche der Energie- und Umweltbranchen zu vernetzen und neue Projekte im Sinne der nachhaltigen Entwicklung anzustoßen. Das GlobalCom PR-Network steht dabei als internationaler Ansprechpartner für Pressearbeit und Kommunikation zur Seite.

Corinna Lang

25.Juni 2010

Ausnahmezustand

Die Kommunikation im stockt, da alles außerhalb des Arbeits-Pflichtprogramms momentan von der WM in Beschlag genommen wird.

Aber auch in den Arbeitsalltag dringt die WM ein. Deutliche Anzeichen für den Ausnahmezustand 2010 sind u.a

  • Die wichtigste Lektüre am Morgen ist kein Fach- oder Wirtschafts-Newsletter sondern „Sophie’s WM Studio“ mit dem aktuellen Tabellenstand der Bürowette
  • Die Büro-Outfits werden zunehmend aussagekräftig und belegen, aus welchem Land der jeweilige Mitarbeiter kommt bzw. welches Team er favorisiert
  • Beim üblichen Warten auf alle Teilnehmer einer Telefonkonferenz setzt sich das Thema Fußball klar gegen das Wetter durch
  • Unsere französischen Kollegen verzweifeln – Journalistentermine sind wegen der kollektiven Depression fast unmöglich (mal sehen wie es heute in Italien aussieht)
  • Selbst morgens früh trötet schon irgendwo eine einsame Vuvuzela unter dem Bürofenster …..

Apropos Vuvuzelas – ich gehöre ja zu ihren erbitterten Gegnern weil ich die Stadionatmosphäre so vermisse und einen Hörschaden befürchte – da könnte es jetzt eine Lösung geben: T-Online „Ranger Jens“ hat sich überlegt, für was die Plastiktrompeten noch gut sein könnten, und stellt alternative Anwendungen im Video vor.

… und wem das noch nicht reicht, der kann sich mit ein paar universellen Fußball-Weisheiten trösten.

Wibke Sonderkamp

02.Juni 2010

Jetzt ist alles wieder in „trockenen Tüchern“

Manchmal bricht ein beginnender Kommunikations-GAU in die abgeschotteten Führungsetagen großer Konzern und ihrer PR Agenturen hinein, und aus Produkt-PR wird auf einmal Krisen-PR. Einen solchen Fall schildert das amerikanische Branchen-Magazin „Advertising Age“. Unter dem Titel „How Pampers battled diaper debacle“ führt es an einem Praxisbeispiel vor, wie das Unternehmen P & G als Hersteller der Pampers Windeln und seine PR Agentur sehr schnell und engagiert eine Situation „bereinigt“ haben, die sich auch gut zu einem ernsthaften PR-Debakel hätte auswachsen können. Sie widerlegten erfolgreich die zuerst auf Facebook auftauchende und dann immer weitere Kreise ziehende Aussage, dass Babies durch die neuen Pampers vermehrten Windelausschlag bekämen. Dieser Fall zeigt einmal mehr  exemplarisch, welch wichtig Rolle mittlerweile die Social Media Networks in der Kommunikationslandschaft spielen und welche Medienmacht Facebook & Co. bereits jetzt innehaben. Außerdem zeigt dieses Beispiel, dass, auf die richtige Art und Weise eingesetzt, die Wahrheit oft immer noch die beste Waffe ist. Durch die ersten Posts auf Social Websites alarmiert, reagierten die Verantwortlichen bei P & G umgehend. Mithilfe von Transparenz, Glaubwürdigkeit, geschicktem Einsatz der Medienpalette und guten Argumenten gelang es, die Aussagen zu entkräften und den guten Ruf des Produkts zu bewahren. Ende gut, alles gut. Oder wie sagte unser Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl einmal so schön: „Entscheidend ist, was hinten rauskommt.“

Martin Uffmann

31.Mai 2010

Pressearbeit mit Bildern – das kleine 1×1 zum Thema PR-Bild

Wie wichtig die Verknüpfung von Bildern mit einem Text ist, zeigen wissenschaftliche Studien, die sich mit dem Leseverhalten beschäftigen. Sie zeigen, dass Bilder einen Text segmentieren und den Lesern eine Art Anker geben. Denn die meisten lesen einen Text nicht komplett durch, sondern nur diejenigen Abschnitte, die für sie persönlich interessant erscheinen. Bilder bereichern also den Text und erhöhen somit die Chance, dass er auch vollständig gelesen wird (oder überhaupt gelesen wird). Das richtige PR-Bild kann hier das Interesse an einem Text und dessen Chancen abgedruckt zu werden deutlich verstärken.

Aber was ist ein gutes PR-Bild?

Ein PR-Bild muss eine PR-Botschaft visualisieren, d.h. die Medienresonanz einer Pressemeldung verstärken. Außerdem muss es (Bild-)Redakteuren einen Nutzwert bieten. Es sollte das dazugehörige Thema authentisch visualisieren, Informationen und/oder Emotionen transportieren und natürlich zur Bildsprache der Zielmedien passen. Außerdem entlastet ein mitgeliefertes Bild das Budget der Redaktion oder den Zeitaufwand für eine Bildrecherche.

Das PR-Bild unterscheidet sich außerdem erheblich von der Werbefotografie. Werbefotografische Fotos finden in Anzeigen Verwendung, wohingegen PR-Bilder im redaktionellen Teil platziert werden. Auch die Zielgruppe ist eine andere. Werbefotos wenden sich an den Leser, wollen ihn direkt ansprechen – PR-Fotos müssen zuerst dem Journalisten gefallen, der diese dann weiterverwendet.

Wie erhalten Redaktionen ihre Pressebilder?

Unternehmen können den Journalisten ihre Arbeit erleichtern – und damit auch die eigene Chancen auf eine Veröffentlichung erhöhen – wenn sie bereits passendes PR-Bildmaterial mitliefern. Hierzu haben sie verschiedene Möglichkeiten. Sie können z.B. eigene Fotoproduktionen durchführen, oder bereits zum Thema passende Bilder kaufen. Neben den klassischen Bildagenturen werden hierbei die kostengünstigen Microstock-Anbieter wie Shutterstock, iStockPhoto oder Bigstock immer beliebter. Die Redaktionen sparen somit wie gesagt Zeit für eine eigene Bildrecherche in Ihrer Bilddatenbank oder sogar Geld für den Ankauf von Bildmaterial.

Auswahkriteren für Bildmaterial

Natürlich hängt die Auswahl letztlich vom einzelnen Redakteur oder Medium ab, aber es gibt gewisse allgemeine Auswahlraster: Der Redakteur prüft, ob die inhaltlichen Kriterien stimmen, das heißt die Bildaussage, der Informationsgehalt des Bildes und die Gestaltung. Natürlich spielt auch die technische Bildqualität eine wichtige Rolle. Dazu gehört auch die Auflösung der Bilddatei, da möglicherweise nur ein Ausschnitt des Bildes verwendet wird. Auch die Nutzungs- und Urheberrechte sowie die Quellenangabe müssen klar definiert sein.

Und last but not least muss auch das Timing stimmen. Kein Journalist wird beispielsweise Tage nach einem großen Event Fotos zu dem Thema gebrauchen können- je früher man aktuelles Bildmaterial anbietet, desto besser.

Sophie Schmid

28.Mai 2010

Der Journalismus kann sich nicht selbst retten

Heute ist es soweit: das iPad kommt in die Ladenregale. Heute morgen habe ich im Radio gehört, dass mit einem so großen Ansturm auf den Store in München rechnet, dass die Türen sogar eine Stunde früher als sonst geöffnet werden.

Passend dazu veröffentlichte kress online gestern einen Bericht über die Bedeutung des Gadgets für die Verlage. So glaubt beispielsweise Michael Ringier nicht, dass das iPad eine neue, zusätzliche Einnahmquelle für sein Verlagshaus sein könnte. Dem entgegen sieht der Springer-Oberste Matthias Döpfner das Apfel-Speizeug sogar als Retter der Verlage.

Wenn Herr Ringier da nicht die Bedeutung von mobilen Gadgets mit Internetzugang unterschätzt (man könnte ja munkeln, dass es an seinem Alter liegt). Denn letztendlich ist das iPad nur eine weitere mobile Plattform, bei der sich Online-Inhalte am bequemsten über ein spezielles App konsumieren lassen. Den Sinn des iPad für einen selbst mag man sehen, wie man will; ich denke, dass Apple hier einen weiteren lukrativen Markt besetzen wird – das iPad wird seine Klientel in Menschen finden, die sich nicht mit komplizierter, zu wartender und zu updatender Software auseinander setzen, sondern einfach loskonsumieren wollen – Schwerpunkt liegt auf “konsumieren”.

Aufgabe der Verlage sollte es hier sein, mobile Spielzeuge prinzipell als Einnahmequelle zu sehen und Wege der Vermarktung ihrer Medien zu suchen und zu finden. Denn die Rettung der Verlage besteht nicht im Journalismus selbst, wie Herr Ringier laut kress verlautbarte, sondern im Auftun neuer Vermarktungsstrategien. Dazu gehört aus meiner Sicht auch das Bereitstellen der Inhalte ohne Zugangsbegschränkung online. Zugangsbeschränkungen sind Bezahlformate oder das Ausschließen von Technologieplattformen.

Dass sich online Geld verdienen lässt, zeigen neue Ideen wie Location Based Services, nutzerspezifische Werbeeinblendungen in Apps oder die Nutzung von User-Verhalten, die langsam umgesetzt werden. Hier gilt es anzugreifen. Aber für mein Befinden lehnen sich viele Verleger noch viel zu locker zurück.

Jessica Schmidt

26.Mai 2010

Brief goes online

In der Medien-Branche wird heutzutage der schriftliche Austausch fast ausschließlich per Email durchgeführt. Es geht schnell, ist günstig und praktisch. Privat jedoch bin ich ein Fan des guten alten Briefes und der schönen bunten Urlaubskarten. Und dann stolpere ich über diese Schlagzeile: „Mit dem Onlinebrief startet Deutschlands traditionsreichster Offline-Konzern ins Internetzeitalter. Der Vorstoß soll den größten Gewinnbringer, die Briefsparte, retten“. So beginnt ein kluger Artikel in der Financial Times Deutschland, der zunächst fast wie ein Abgesang auf die wichtigste Sparte des einstigen Brief-Monopolisten Deutsche Post klingt. Persönlich würde ich es bedauern, in Zukunft vielleicht auf eine nette Geburtstagskarte oder einen Liebesbrief verzichten zu müssen – sei es als Absender oder als Empfänger. Aber der gelbe Post-Riese wird seine Pläne umsetzen und hat bereits mächtige Verbündete. Angesichts der bereits durch die zunehmende Anzahl an Emails sinkenden Erlöse der Briefpost und den sehr konkreten Plänen potenter Mitbewerber ein eigenes Onlineangebot zu entwickeln, bleiben der gelben Post allerdings auch wenig andere Alternativen. Lange Zeit war das Unternehmen nicht gerade durch Innovationsreichtum und Flexibilität aufgefallen. Doch seit einigen Jahren hat sich das Bild – nicht zuletzt dank vollautomatischer Packstationen, Handyporto oder Apps – etwas gewandelt. Bleibt zu hoffen, dass die gelbe Post ihre gut 500 Jahre andauernde Erfolgsgeschichte auch in Zukunft fortsetzen kann. Allerdings wäre es schön, wenn die persönliche Note und der zwischenmenschliche Kontakt dabei nicht ganz auf der Strecke blieben. Dafür stehe ich auch gerne mal am Postschalter an. Schließlich kann man noch nicht alles online erledigen.

Martin Uffmann

21.Mai 2010

Studie: PR gewinnt, Werbung verliert

In der Medienwirkungsforschung ist die Wirkung von Werbung und PR nach wie vor umstritten. Eine aktuelle Studie von der FH Mainz hat das Thema nun in einer zweistufigen Analyse neu aufgerollt. Das Ergebnis zeigt: PR funktioniert vor allem, wenn es um die Vermittlung von Wissen geht und Argumente glaubhaft und überzeugend sein müssen – also bei so genannten ‘High Envolvement’-Produkten, mit denen sich der Kunde vor dem Kauf gründlich auseinander setzt, beispielsweise ein neues Auto oder ein neuer Fernseher. Die klassische Werbung entfaltet dann ihre größte Wirkung, wenn es um Produkte geht, denen der Kunde weniger Aufmerksamkeit schenkt und die er als austauschbar empfindet, etwa Produkte des täglichen Bedarfs wie Reinigungsmittel.

“Das habe ich mir doch schon immer gedacht” werden jetzt viele PR-Kollegen denken – ich habe es ja auch gedacht, als ich die Pressemitteilung gelesen habe. Das gleiche – wenngleich nicht repräsentative – Feedback bekommen wir ja immer wieder von unseren Kunden, denn und Clean Tech sind klassische High Envolvement-Produktbereiche. Zum Beispiel habe ich kürzlich mit einer Kundin einfach aus Interesse mal die Zugriffszahlen auf die Website des Unternehmens verglichen. Da schnellten regelmäßig die Zugriffe an den Tagen in die Höhe, an denen eine Pressemitteilung rausging. Im Gegensatz dazu gab es nur marginale Ausschläge in dem Zeitraum als eine Anzeige für Nachwuchskräfte geschaltet wurde. Seit wir die HR-Kampagne des Unternehmens auch presseseitig vorantreiben, gibt es deutlich mehr Bewerbungen. Und ein Kundengewinn lässt sich sogar in Teilen (natürlich sind die Produkte des Unternehmens auch einfach gut) auf einen Artikel in der Fachpresse zurückverfolgen: da konnte der Sales Manager im P.S. des Angebotes einen Link zu dem Artikel mitschicken, was wiederum der Aufhänger für ein viel persönlicheres Verkaufsgespräch und schließlich die Entscheidung für unseren Kunden war.

Eine andere interessante Geschichte ist der Fall eines Kunden, bei dem die Zugriffe auf das Xing-Profil im zweistelligen Bereich an einem Tag in die Höhe gingen und deutlich mehr Kontaktanfragen über die Website hereinkamen, als wir eine Presseinformation zum Ausbau des deutschen Teams verteilten.

Mit der Studie von der FH Mainz wurde die Wirkung von PR nun endlich  noch einmal anhand aktueller Zahlen und Fakten wissenschaftlich belegt. Prof. Dr, Lothar Rolke, der Leiter der Studie, geht davon aus, dass “sich der Kommunikations-Mix deutlich verändern [wird].” Ich bin gespannt, in welche Richtung. Momentan besteht der Trend in den Unternehmen, Werbe-Budgets zu streichen oder durch PR zu ersetzen – zum Leidwesen der Medien und sicher nicht zielführend für alle Beteiligten. Ich denke, auf kurz oder lang werden sich daher neue Mischformen aus PR und Werbung durchsetzen. Schauen wir mal, welche.

Jessica Schmidt

11.Mai 2010

Lieber lesen oder ansehen? Video-Interviews in Online Medien

Immer mehr Magazine produzieren für Ihren Online-Auftritt auch Video-Interviews oder andere Video-Beiträge, wie z.B. Anwenderberichte

Vor kurzem trafen wir Kathrin Schmitt vom Magazin Chip und ihr Video-Team mit unserem Kunden SugarSync zu einem Video-Interview in München. Frau Schmitt befrage Laura Yecies, CEO von SugarSync, zu den Möglichkeiten, die der Cloud Service Privatnutzern und kleineren Firmen bietet.

Bei der täglichen Informationsflut versuchen viele Magazine ihrem Publikum eine Alternative zum Lesen zu bieten und stellen neue Produkte und Services kurz in Videos vor. Im Fall der Chip ist das Video in einen Artikel eingebunden, sodass auch die „Video-Muffel” eine Zusammenfassung der Informationen lesen können.

Für Redakteure die bisher hauptsächlich geschrieben haben, bringt das neue Format einige Herausforderungen mit sich. Einige von ihnen genießen das Rampenlicht und entdecken neue Begabungen aber nicht jeder Schreiber ist auch zum Moderator berufen. Je nach Aufnahmeformat wird von den Redakteuren dazu auch erwartet, als Übersetzer zu fungieren und die oft englischsprachigen Antworten sofort ins Deutsche zu übertragen.

Egal ob die Medienhäuser interne Video-Teams aufbauen oder mit externen Partnern zusammenarbeiten, in einem Punkt sind sie sich einig: der Aufwand lohnt sich, denn die Videos werden sehr gut angenommen, wie die Click Rates belegen.

Wibke Sonderkamp

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