07.September 2007

Der Nächste bitte!

Wie in verschiedenen Online-Medien zu lesen ist, konsolidiert sich der lukrative Business Intelligence-Markt weiter. Nachdem sich Oracle bereits vor einiger Zeit Hyperion geschnappt hat, müssen jetzt zwei weitere Unternehmen dran glauben: Business Objects kauft Fuzzy! Informatik und Cognos steht kurz vor der Übernahme von Applix. Damit rüstet sich Cognos gegen den wachsenden Druck von Software-Unternehmen wie SAP und Oracle. Und mit Applix hat Cognos einen soliden Anbieter für Business Analytics an der Angel. Applix war bis zuletzt eines der am stärksten wachsenden BI-Unternehmen und bringt nun die bei Kunden von Applix äußerst beliebte multidimensionale Datenbank TM1 mit in das Produktportfolio von Cognos ein. Allerdings bleibt abzuwarten, inwieweit Cognos mit den dadurch entstehenden Produktüberlappungen umgeht. So verfügt Cognos nun über zwei multidimensionale Lösungen für OLAP-Daten und mehrere Analyse- und Planungsapplikationen. Hier kann man wohl davon ausgehen, dass nicht alle weiterentwickelt werden.

Die Analysten von BARC meinen, “dass sich Cognos durch die Übernahme von Applix einen verbesserten Zugang zu den Fachabteilungen erhofft. Die von Cognos bereits 2002 übernommene Planungsapplikation soll weiterhin angeboten werden”, (Cognos 8 Planning). Die Produkte von Applix sollen, so die Analysten, eher für Analyseanwendungen eingesetzt werden und das, ist in der Tat so richtig interessant, denn Planung war bisher die Hauptanwendung der multidimensionalen Datenbank Applix TM1. Inwieweit die Kunden von Applix hier mitmachen, wird sich noch zeigen, “denn TM1 wurde häufig für umfangreiche Planungsanwendungen bei hoher Flexibilität eingesetzt.” Und eben für solche Einsatzszenarien ist Applix TM1, da speicherbasiert, ideal. Zudem besitzt TM1 einen leistungsfähigen SAP BW-Konnektor, so dass Cognos TM1 sicherlich gerne in sein Produktportfolio aufnimmt.

Auch im Hinblick auf den Executive Viewer, das Analysewerkzeug von Applix, das zudem über eine relativ große Funktionalität verfügt, bleibt abzuwarten, inwieweit Cognos dieses in sein eigenes Analyse-Tool Cognos 8 BI Analysis Studio integriert. Zwar hat Applix sich immer wieder bemüht, sein Produktportfolio auszubauen, letztlich konnte sich das Unternehmen aber gegenüber Software-Firmen wie SAP und Oracle nicht durchsetzen. Cognos hat nun die Chance, dies zu ändern und den über 3.000 Kunden von Applix weltweit ein erweitertes Produktportfolio anzubieten.

Nicole Gryzewski

06.September 2007

IFA-Highlights in Öl

rechner_in_ol.jpgZu den absoluten optischen Leckerbissen der 2007 gehören die umgerüsteten Computer der CasCon- und CaseMod-Wettbewerbe.

Wer hätte gedacht, dass ein Computer noch funktionieren kann, wenn man seine Innereien komplett in Öl einlegt. Vielleicht setzt sich das ja am Ende sogar als Computermumifizierung für längere Lebensdauer der Geräte durch.

Spekulationen über den Nutzen oder Nichtsnutz beiseite, die rechner_als_nostalgiefernseher.jpgkreativen Computerschrauber – sogenannte Case- oder CE-Modder – zeigten auf der IFA ihre besten Kreationen und traten außerdem im Live-Modding gegeneinander an.

Zu bewundern gab es dabei von der als Gitarre, als Nostalgiefernseher, Aktenordner oder WC getarnte Computer, in einen Baumstamm eingebaut Geräte oder den besagten in einem mit Öl gefüllten Zylinder eingelegten Rechner.  

Mehr Fotos gibt es in Bildgalerie der IFA

Wibke Sonderkamp

05.September 2007

Wenn Blaukraut auf Brautkleid trifft

Zunge vom FeinstenZungenbrecher auf dem Vormarsch. Wer kennt sie nicht; verzwickte Situationen am Telefon, welche einem zu wahren Zungenhöchstleistungen anspornen. Zungenbrecher machen einfach Spaß. Denn wer hört nicht gerne zu, wenn sich andere verhaspeln? Wir haben Ihnen die schönsten Zungenbrecher zusammengestellt, damit Sie am Telefon im Gespräch mit Journalisten & Co schon einmal üben können – frei nach dem Motto “Flankenkicker Flick kickt flinke Flanken. Flinke Flanken kickt Flankenkicker Flick.”

Der wohl bekannteste Zungenbrecher bleibt nach wie vor “Blaukraut bleibt Blaukraut und Brautkleid bleibt Brautkleid.” Wie wäre es mit “In dem dichten Fichtendickicht pickten dicke Finken tüchtig, dicke Finken pickten tüchtig in dem dicken Fichtendickicht.”

Unter die Haut geht folgende sprachliche Herausforderung: “Hornhauthobler Hirnlitscher hobelt Hornhaut mit dem Hornhauthobel – mit dem Hornhauthobel hobelt Hornhauthobler Hirnlitscher Hornhaut.” Für Intellektuelle haben wir “Sensitive Selektionssimulatoren sondieren sogar sekundär-strukturierte Sonarselektoren – sogar sekundär-strukturierte Sonarselektoren sondieren sensitive Selektionssimulatoren.”

André Puchta

04.September 2007

Latinos sind die besseren Networker

flirt.jpgDer Ruf als „die besseren Liebhaber“ eilt Latinos schon lange voraus. Jetzt scheinen uns die Südamerikaner auch im Enthusiasmus für Social Networking deutlich zu überholen.

Obwohl die Zahl der privaten Internetanschlüsse in Nordamerika und Nordeuropa umgerechnet auf die Einwohnerzahl besonders hoch ist, holen Asien und Südamerika in Bezug auf die Zeit, die User Online sind stark auf. In den einkommensschwächeren Ländern nutzen die -User dazu häufig öffentliche Zugänge wie Internetcafes. In den schnell wachsenden High-Tech Märkten wie Korea und China ist dies nicht weiter verwusocialnetworking_ipsosinsight.jpgnderlich aber auch in Südamerika wachsen die Zahlen rapide. Vor allem im Social Networking liegen Länder wie Brasilien und Mexiko auf den vordersten Plätzen. Hier scheint das Online-Networking der Geselligkeit der Südamerikaner entgegenzukommen. Leider beziehen sich die meisten Erhebungen zum Thema Social Networking nach wie vor auf die USA – einen guten Überblick liefert hier beispielsweise die Never Ending Friending“ im Auftrag von MySpace. Da aber viele Communities ihre Plattformen international ausbauen wird auch der länderübergreifende Vergleich der Nutzer immer wichtiger.

Nicht nur Studien sondern auch unsere tägliche PR-Arbeit mit Web 2.0 Communities wie dem Multimedia-Portal Spymac bestätigt die große Begeisterung Südamerikanischer User für das Social Networking. Auf www.spymac.com wetteifern die User jeden Monat um die beliebtesten selbstproduzierten Fotos und Videos, die am Monatsende mit mehreren 1000 Dollar am Gewinn des Portals beteiligt werden. Dabei kommt es neben der Qualität des Contents auch darauf an, seine Beiträge gut zu verlinken und viele Freunde und Bekannte dazu zu bringen, den Content anzuklicken und zu bewerten. Dabei liegt Südamerika – von Argentinien über Bolivien, Brasilien, Chile, Mexiko und Paraquay – ganz vorne. will nun mit neuen Anreizen, für mehr Qualität statt Quantität sorgen. Mehr dazu spätestens Mitte September hier.

Ralf Hartmann

01.September 2007

Gemeinsame Stimme durch Web 2.0 Communities – Studenten zwingen Bank zur Rückzahlung

online-protest.jpgEin gutes Beispiel für den wachsenden Einfluss von Communities ist ein aktueller Vorfall in Großbritannien. Die HSBC erhob dort zur großen Überraschung von ca. 250.000 betroffenen Studenten 9,9% Zinsen auf Studienschulden. Die meisten Bankunternehmen geben Studenten mindestens ein Jahr Zeit ihre Studienschulden zinsfrei zurückzuzahlen.

Die National Union of Students (NUS) startete daraufhin eine Protestkampagne via Facebook und zwang die Bank dazu, die Entscheidung zurückzunehmen. Die HSBC kehrt nicht nur zu dem Zinsfrei-Modell zurück sondern kündigte auch an, die bereits abgebuchten Zinsen zurückzuzahlen.

Die Times sprach mit HSBC, die zugaben, dass der Online-Protest über zu der Entscheidung beigetragen hat.

Wes Streeting, VP der NUS und Gründer der entsprechenden Facebook-Gruppe erklärte, dass die Web 2.0 Community der entscheidende Faktor dabei war, trotz der Semesterferien so schnell so viele Studenten für eine gemeinsame Aktion zu mobilisieren.

Wibke Sonderkamp

31.August 2007

HDTV – was is’n das?

Zwar ist HDTV auf der diesjährigen IFA eines der ganz großen Themen, doch wie bei Stern online zu lesen ist, wissen viele Fernsehzuschauer nicht, was sich hinter dem Begriff HDTV verbirgt. Dies zumindest behauptet eine der Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC), die dazu 501 repräsentativ ausgewählte Haushalte in Deutschland befragt hat. Demnach könnten 53 Prozent der Befragten nicht so wirklich etwas mit dem Begriff HDTV anfangen und 42 Prozent wollen sich auch in der nahen Zukunft keinen HDTV-fähigen Fernseher zulegen. Nur in etwa jedem fünften Haushalt seien bisher entsprechende Geräte zu finden (17 Prozent). Eine Erklärung dafür gibt Werner Ballhaus, Medienexperte bei Pwc und meint, dass es „den Konsumenten zunehmend schwer fällt, die technologische Entwicklung zu überblicken und eine Kaufentscheidung zu treffen.“ Hinzu kommt das mangelnde Angebot vieler TV-Sender von Filmen in HD-Qualität.

Die größte Hürde dürften jedoch die konkurrierenden Techniken und Standards sein, das sehen wohl auch die Berater von Pwc so. Neben den Labels HD-ready und Full HD müsse sich der Käufer auch noch zwischen Fernsehkabel, terrestrischem Empfang oder Fernsehen über Satellit oder das entscheiden. Hinzu kommt noch die Konkurrenz von Blue-Ray und HD-DVD, bei der sich noch nicht so richtig absehen lässt, welcher Standard sich am Ende durchsetzen wird.

Fazit: Technik hin, Standard her, solange kein einheitlicher Standard etc. zu erkennen ist und sich Geräte zum Teil untereinander nicht leiden können, ist der Kunde der Gelackmeierte. Da mit dieser Unsicherheit aber das meiste Geld zu verdienen ist, wird es wohl noch eine Weile dauern, bis sich einheitliche Technologien und Standards durchsetzen.

Nicole Gryzewski

30.August 2007

Banner-Blindness oder die Kunst, Werbung auszublenden

Nielsen Eyetracking StudieWer kennt sie nicht, die zappelnden und nervenden bunten Werbebanner die einem überall im Netz auflauern? Dumm nur, dass sie kaum mehr jemand sieht.
Wie eine Eyetracking- des Usability-Gurus Jakob Nielsen nun zeigte, beachteten die Probanten die Stellen, an denen sich die Banner befinden überhaupt nicht mehr. Allerdings gilt das offensichtlich nicht nur für Werbebanner, sondern für jeglichen Content, der sich an einer der typischen Werbestellen befindet (im bild mit einem grünen Rahmen gekennzeichnet). Allerdings wird auch Werbung, die im Contentbereich platziert ist gekonnt überlesen, die großen aufdringlichen Google-Adsense-Blöcke dort werden bereits beim Überfliegen erkannt und ausgeblendet.
Markus Tjoa

29.August 2007

Ein Reim auf Palma: Wer nix hat, der wärmt neu auf

Matthias ReimEin Reim auf Matthias Reim. Der involvente Schlagersänger wurde von der Hamburger Agentur Jung von Matt verpflichtet. Für den Autovermieter Sixt hat der ehemalige Schlagerstar seinen größten Hit “Verdammt, ich lieb dich” neu aufgenommen und den Titel abgeändert in “Verdammt, ich hab nix…”. Wie man es trotz Insolvenz schaffen kann, Caprio zu fahren, kokketiert Matthias Reim: Dank dem Autovermieter Sixt.

Gedreht wurde das Video auf Mallorca, dort, wo Matthias Reim zur Zeit auch wohnt. Und neben vier Schönheiten sieht man auch noch wen in dem Video? Richtig, Johanna, die Frau, die letztes Jahr beim Casting für DSDS (Deutschland sucht den Superstar) schon fast Kultstatus erreichte mit Ihrem “Ich hab die Haare schön…”. Was nur alles sehr “inszeniert” an dieser ganzen Werbeaktion ist:

Große Werbekampagne in der Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), Bild am Sonntag (BamS), Welt am Sonntag (WamS), Süddeutsche Zeitung (SZ) und Financial Times Deutschland (FTD) waren im Gespräch. Und auch das Video ist unter der zur Werbeaktion gehörenden Internetseite verdammt-ich-hab-nix.de zu sehen. Ein Beispiel, wie man durch Schlagzeilen wieder in das Blickfeld der Öffentlichkeit rückt – zumindest kurzzeitig!

André Puchta

28.August 2007

Größer, schärfer, klagvoller – IFA-Trends 2007

ifa.JPG

In zwei Tagen ist es soweit, die IFA 2007 öffnet ihre Türen ins Wunderland der Multimedia-Zukunft.

DIE Messe für Consumer Electronics lockt mit neuen Dimensionen an Bild- und Klangqualität. Bereits im Vorfeld der Messe stimmten 300 Vertreter der wichtigsten Fach-, Wirtschafts- und Publikumsmedien auf der Presseveranstaltung IFA-PreView über die wichtigsten Messetrends und -themen 2007 ab:sound1.JPG

Auf Platz eins liegt mit 23,7 Prozent aller Stimmen die Technologie Full-HD, mit der hochauflösende Datenträger wie Blu-ray oder HD-DVD eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln wiedergeben können. Auf Platz zwei landete mit der Trend zu immer größeren Flachbildschirmen (11,5 %).  Fast gleichauf folgen -basiertes Fernsehen IPTV (11,3%) sowie die 100 Hertz-Technik, die bald auch auf HD-Bildschirmen für ein flimmerfreies Bild sorgen soll (11,2). Der Kampf zwischen Blu-ray und HD-DVD, bei dem es um die Nachfolge des DVD-Mediums geht, steht ebenfalls hoch im Interesse der Medienexperten (7,5%). 

Aber auch der Bereich Audio hat einige Neuheiten zu bieten. Unter dem Motto „Hören Sie mit dts das Gras wachsen“ lädt das Unternehmen dts dazu ein eine neue Klangdimension mit seiner Version von HD-Audio kennen zu lernen.

Für alle die nicht vor Ort sind, bietet IFA-TV die Möglichkeit wichtige Neuigkeiten live zu verfolgen. Weitere Berichte von der Messe und den neuesten Trends und Eindrücken gibt es in Kürze hier.

Franziska Schmid und Wibke Sonderkamp

28.August 2007

Google Local Business Referral Representatives

Das sind nicht etwa offizielle -Mitarbeiter sondern vielmehr -User die von für Daten von Geschäften und Unternehmen in ihrer Nachbarschaft bezahlt werden. Mit diesem neuen Programm möchte Google seinen Landkartendienst Google Maps in den USA aufwerten und stellt sich die Vorgehensweise folgendermaßen vor:
Google-Nutzer melden sich zum Google Local Business Referral Representatives-Programm an und ziehen los, um Daten wie Telefonnummer, Öffnungszeiten, Inhaber, Angebot, Bezahlmöglichkeiten und Fotos von Geschäften in ihrer Umgebung zu sammeln. Sie bewerben dort das kostenlose Google-Maps-Angebot und wenn die Inhaber damit einverstanden sind, übermitteln sie die Daten an Google. Google wiederum schickt den Ladeninhabern eine Postkarte mit einem Link, den diese bestätigen müssen.
Für den Geschäftsinhaber, ist das Ganze völlig kostenlos, es ist kein Adwords-Konto erforderlich.
Damit auch genug Local Business Referral Representatives für die Suchmaschine tätig werden, gibt es Geld:
2 Dollar für jeden Datensatz, den Google akzeptiert
8 Dollar für jeden Datensatz, der vom Inhaber bestätigt wurde.
Ausgezahlt wird ab einem Guthaben von 25 Dollar.
Wenn dabei genügend Daten gesammelt werden, wird sich für die Suchmaschine ein riesiges neues Geschäftsfeld eröffnen.
Google Maps ist mittlerweile mit fast jedem Handy nutzbar und da Handys leicht zu orten sind, wird es ein leichtes sein, dem Benutzer Werbung von Unternehmen in der Nähe seines Standortes zu präsentieren. Es geht also nicht nur um ein schickes Zusatzfeature sondern vielmehr um ein weiteres großes Stück vom Werbekuchen, das man sich hier sichern möchte.
Markus Tjoa

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