Jetzt ist alles wieder in „trockenen Tüchern“
Manchmal bricht ein beginnender Kommunikations-GAU in die abgeschotteten Führungsetagen großer Konzern und ihrer PR Agenturen hinein, und aus Produkt-PR wird auf einmal Krisen-PR. Einen solchen Fall schildert das amerikanische Branchen-Magazin „Advertising Age“. Unter dem Titel „How Pampers battled diaper debacle“ führt es an einem Praxisbeispiel vor, wie das Unternehmen P & G als Hersteller der Pampers Windeln und seine PR Agentur sehr schnell und engagiert eine Situation „bereinigt“ haben, die sich auch gut zu einem ernsthaften PR-Debakel hätte auswachsen können. Sie widerlegten erfolgreich die zuerst auf Facebook auftauchende und dann immer weitere Kreise ziehende Aussage, dass Babies durch die neuen Pampers vermehrten Windelausschlag bekämen. Dieser Fall zeigt einmal mehr exemplarisch, welch wichtig Rolle mittlerweile die Social Media Networks in der Kommunikationslandschaft spielen und welche Medienmacht Facebook & Co. bereits jetzt innehaben. Außerdem zeigt dieses Beispiel, dass, auf die richtige Art und Weise eingesetzt, die Wahrheit oft immer noch die beste Waffe ist. Durch die ersten Posts auf Social Websites alarmiert, reagierten die Verantwortlichen bei P & G umgehend. Mithilfe von Transparenz, Glaubwürdigkeit, geschicktem Einsatz der Medienpalette und guten Argumenten gelang es, die Aussagen zu entkräften und den guten Ruf des Produkts zu bewahren. Ende gut, alles gut. Oder wie sagte unser Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl einmal so schön: „Entscheidend ist, was hinten rauskommt.“
Martin Uffmann








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