“Selbstreinigung und viel Mathematik”
Die Diskussion um Copyrightverletzungen im Internet reißt nicht ab. Die Strategien, diese Problematik zu lösen, sind vielfältig. Während MySpace gerade angekündigt hat, mit einem spezielen Filtersystem Copyright geschütztes Material zu identifizieren, setzt YouTube verstärkt auf legale Inhalte. Dank der Zusammenarbeit mit Warner Music Group oder Digital Music (DMGI) versucht das Videoportal so zumindest, den Anteil legaler Inhalte zu erhöhen, wenngleich diese Lösung auch nicht das Problem an der Wurzel packt.
Wieder anders geht das Web 2.0 Portal Spymac vor. Letzte Woche hat die Community die ersten Schecks für User ausgestellt, die besonders beliebtes Material uploadeten. Dem Newcomer, der seine Nutzer für ihren Content bezahlt, hat damit nicht nur einen entscheidenende Vorteil im Wettbewerb um die kreativsten Köpfe erzielt. Dies ist auch eine gelungene Waffe gegen Copyright-Verletzungen. Denn: kassieren darf nur, wer selbst produzierte Videos, Audiodateien oder Bilder hochlädt. Entsprechend rigoros sind die Prüfungen seitens der Betreiber, die natürlich kein Interesse daran haben, für geklautes Material zahlen. Und auch der Anreiz der User, eigene Inhalte hochzuladen ist wesentlich höher. Ferner sollen ein spezieller Algorithmus sowie eine Qualitätsranking der User à la Ebay dafür sorgen, dass hauptsächlich interessantes und vor allem einwandfreies Material gelistet wird. Wer ein schlechtes Rating erhält, wird besonders beobachtet und fliegt raus, sobald ein Verstoß vorliegt.
Nina Bock






