15.Februar 2007

“Selbstreinigung und viel Mathematik”

Die Diskussion um Copyrightverletzungen im Internet reißt nicht ab. Die Strategien, diese Problematik zu lösen, sind vielfältig. Während MySpace gerade angekündigt hat, mit einem spezielen Filtersystem Copyright geschütztes Material zu identifizieren, setzt verstärkt auf legale Inhalte. Dank der Zusammenarbeit mit Warner Music Group oder Digital Music (DMGI) versucht das Videoportal so zumindest, den Anteil legaler Inhalte zu erhöhen, wenngleich diese Lösung auch nicht das Problem an der Wurzel packt.

Wieder anders geht das Portal Spymac vor. Letzte Woche hat die Community die ersten Schecks für User ausgestellt, die besonders beliebtes Material uploadeten. Dem Newcomer, der seine Nutzer für ihren Content bezahlt, hat damit nicht nur einen entscheidenende Vorteil im Wettbewerb um die kreativsten Köpfe erzielt. Dies ist auch eine gelungene Waffe gegen Copyright-Verletzungen. Denn: kassieren darf nur, wer selbst produzierte Videos, Audiodateien oder Bilder hochlädt. Entsprechend rigoros sind die Prüfungen seitens der Betreiber, die natürlich kein Interesse daran haben, für geklautes Material zahlen. Und auch der Anreiz der User, eigene Inhalte hochzuladen ist wesentlich höher. Ferner sollen ein spezieller Algorithmus sowie eine Qualitätsranking der User à la Ebay dafür sorgen, dass hauptsächlich interessantes und vor allem einwandfreies Material gelistet wird. Wer ein schlechtes Rating erhält, wird besonders beobachtet und fliegt raus, sobald ein Verstoß vorliegt.

Nina Bock

14.Februar 2007

Globale Erwärmung, Klimaschutz und das papierlose Büro

In den Anfängen der 90er Jahre verkündeten die Marketingabteilungen großer IT-Firmen das aufkommende Zeitalter des papierlosen Büros. In den Medien wurde diese Vision gerne aufgegriffen und weltweit verbreitet.

Sicher, ich schreibe heute so gut wie keine Briefe mehr und meine Briefpost beschränkt sich auf Rechnungen und Mahnungen. Trotzdem ist der Papierbedarf und die Verschwendung im Umgang mit Papier nicht zurückgegangen. Im Gegenteil, unsere Briefkästen werden weiterhin mit Werbemüll und Reklame vollgestopft und die Wochenendzeitung ist mit Beilagen für den Papiercontainer gefüllt.

Auch im Büro wird nach wie vor ausgedruckt, was das Zeug hält, zum Beispiel auch Emails. Schade, wie ich finde, denn hier kann jeder sein Scherflein zum Umweltschutz beitragen, ohne sich dabei übernehmen zu müssen. Ich kann natürlich immer noch was draufsetzen und etwa jeden Tag 36 km zur Arbeit radeln, statt mit dem dicken Auto die Luft zu verpesten…

Wir sind halt Menschen, unzulänglich und bequem. Es gibt natürlich Ausnahmen, doch leider zähle auch ich nicht wirklich dazu.

Vielleicht sollte es zunächst bei den kleinen Dingen losgehen.

Ich denke, wir können schon Mal anfangen etwas zu ändern und den Papierverbrauch im Arbeitsleben sinnvoll reduzieren. Als kleine Motivation dazu habe ich ein eines Kollegen ausgewählt, das im Auftrag von Greenpeace und im Zusammenhang mit der Klimaerwärmug gedreht wurde.


Greenpeace Future of Mankind

Video auf Dailymotion

Ralf Hartmann

12.Februar 2007

Journalismus vs Web 2.0

Der NDR strahlte eine Sendung aus mit dem Titel “Neue Konkurrenz – Wie das Web 2.0 den Journalismus verändert”.

Der Beitrag gibt eine ganz nette Einführung in das Thema, natürlich eher für Neulinge gedacht und gemacht (für Fortgeschrittene wäre dieses Video zu empfehlen). Interessant ist allerdings die Auswahl der Interviewpartner. Aus den gab’s Hochkarätiges in Form von Caterina Fake, Ariana Huffington und Miles Beckett, also wirklich relevante Vertreter und Gestalter des sogenannten .

Aus Deutschland dann – wie bezeichnend – zwei Wissenschaftler, Norbert Bolz und Jan Schmidt. Nichts gegen die beiden Herren, sie haben auch wirklich Interessantes gesagt, wie zum Beispiel:

„[...] weil ich mir nicht vorstellen kann, dass der klassische Journalismus sich am Leben halten kann ohne sich fundamental zu verändern; einfach deshalb weil die Erwartung an den klassischen Journalismus, nämlich objektive Berichterstattung, gar nicht mehr das Zentrum des Bedürfnisses gerade der Jugendlichen trifft. Was sie wollen, ist gar nicht Objektivität sondern Authentizität.“

Allerdings frage ich mich, warum nicht auch aus dem deutschen Web 2.0-Bereich Leute gefunden werden konnten…? Gerade unter bloggenden Journalisten gibt es doch nun wirklich einige, die eine kompetente und kontroverse Meinung zu diesem Thema haben. Oder wollten die alle nicht…?

Und als das erste Mal die Sprache aufs Bloggen kam, sah man einen dunklen Raum (wahrscheinlich des Nachts), in dem nur zwei Bildschirme diffuses Licht verstrahlten und vor einem dieser Bildschirme saß einer…ah ja, so stellt sich der öffentlich-rechtliche Redakteur also den Blogger vor…allerdings kommen im weiteren Verlauf noch weitere Einstellungen in helleren und freundlicheren Gefilden.

Gefunden bei Robert Basic.

Und das gibt’s dort selbst und auch hier.

Lars Basche

12.Februar 2007

Web 2.0 Community SPYMAC beteiligt User am Umsatz

Während noch über mögliche Gewinnbeteiligungen seiner User sinniert, zahlt bereits US$ 50.000 aus und belohnt kreative Köpfe

Spymac_1 Spymac ist die erste internationale Community, bei der die Mitglieder mit selbstproduzierten Videos, Bildern und Audio-Dateien Geld verdienen. Die Social Networking-Plattform beteiligt vor allem kreative Köpfe an ihrem Umsatz und zahlte bereits im ersten Monat über US$ 50.000 aus.

Seit Januar 2007 ist Spymac die erste internationale Plattform, die ein konsequentes Revenue-Sharing-Modell umsetzt, welches auf einer exponentiellen Kurve basiert. Der Löwenanteil des Gewinns geht an die aktivsten Mitglieder mit den besten und populärsten Beiträgen.

Spymac’s System zur Bewertung der Beiträge beruht auf einem Algorithmus, der unter anderem berücksichtigt, wie andere Mitglieder die Beiträge bewerten, wie oft sie aufgerufen werden und ob sie mit anderen Sites verlinkt sind.

Ein Teil der Umsatzbeteiligung wird täglich an die Tagessieger ausgeschüttet. Der Rest geht in den Jafeth Monatsjackpot und wird an die Monatsbesten ausgezahlt. Bereits im ersten Monat verdiente Paradiesvogel “Jafeth” aus Deutschland, US$ 5.000 für seine skurrilen Videos und Bilder. Auch in China freute sich der Monatssieger über einen Gewinn von US$ 1.300.

“Während YouTube ankündigt darüber nachzudenken, wie sie ihre User am Gewinn beteiligen können, stellt Spymac bereits die ersten Schecks aus”, erklärt Holger Ehlis, CEO von Spymac.

Komiker und Musiker nutzen Spymac, um ihre Programme zu bewerben und veröffentlichen ihre neuesten Stücke über die Spymac-Community. Meine persönliche Empfehlung gegen IT-Frust: der “SystemAdministrator-Song” und andere Beiträge von DeadTroll oder dieser Video-Kommentar zu Windows Vista. Weitere Favoriten gibt es in meinem nächsten Beitrag zu Spymac.

Auf www.spymac.com können Mitglieder Videokonferenzen machen, chatten und Musik, Videos und Bilder hochladen. Das Portal ist in 18 Sprachen online. Hinter der neuen Community stehen CEO Holger Ehlis aus Deutschland und CTO Kevin April, , die Spymac Classic 2001 als erfolgreiche Mac-Community gründeten.

Wibke Sonderkamp

09.Februar 2007

Cool Gadgets: diesem Wecker entkommst Du nicht!

ClockyProbleme mit dem Aufstehen? Wer gerne verschläft, weil er den Wecker im Reflex ausstellt und sich dann hinterher ärgert, für den gibt es jetzt die Lösung.

Der Wecker Clocky rollt nach dem Klingeln davon!

Für $50 auch eine schöne Geschenkidee für Freunde und Kollegen, die gerne mal Verabredungen vertrödeln. Vergesst den Beeper an der Uhr oder die Outlook-Erinnerung – jetzt gibt’s kein Entrinnen mehr.

Es gibt eben doch immer wieder Gadget, die einfach zu genial sind, um nicht darüber zu berichten. Egal, ob sie wirklich nützlich sind oder zur Kategorie „Dinge, die die Welt nicht braucht” gehören.

Wibke Sonderkamp

06.Februar 2007

Mit Public Relations gewinnen

Jede Branche hat ihre Auszeichnungen und Preise. Was im
IT-Bereich der BestPractice-IT Award ist, ist im Automobilbereich der Automotive Division Award.
Auszeichnungen gibt es überall, aber wofür werden sie verliehen, wie kann man
unter die glücklichen Sieger kommen und nach welchen Kriterien wird bewertet?
In den nächsten Wochen möchte ich einige -Awards mit ihren Aufgaben,
Auswahlverfahren und Gewinnern näher vorstellen.

PrawardStarten werde ich heute mit dem PR-Nussknacker. Danach folgen
der Politikaward, der PR-Report Award, der Deutsche PR-Preis, der DPRG Junior
Award und der Albert-Oeckel-Nachwuchspreis. Und wer weiß, vielleicht gewinnt
Ihr Unternehmen mit der Hilfe unserer PR-Agentur GlobalCom PR-Network ja schon bald einen der begehrten Preise.

Nun aber zum PR-Nussknacker. Dieser PR-Award entstand im
Oktober 2006 als monatlicher PR-Preis. Die beiden Internetportale „PR-Journal“
und
„agenturcafé“ (Seite beinhaltet nur eine Weiterleitung zum PR-Journal) wollen
mit diesem Preis mit Bravour geknackte PR-Nüsse auszeichnen.

Die Idee ist, jeden Monat eine PR-Aktion zu ehren und am
Ende des Jahres bei der großen Branchengala den „Goldenen PR-Nussknacker“ unter
den monatlichen Award-Gewinnern zu verleihen.

Wie werden die Kandidaten bestimmt? Was muss gemacht werden
um einen Kandidaten vorzuschlagen?

Jede PR-Aktion kann für den monatlichen PR-Award von jedem
vorgeschlagen werden, dass heißt, egal ob man selbst an der Aktion beteiligt
ist oder sie einem nur positiv aufgefallen ist, jede Aktion kann vorgeschlagen
werden. Auf der Webseite www.pr-nussknacker.de
befindet sich ein Formular, in welches man seinen Vorschlag mit einer kurzen
Begründung eintragen kann. Als kleines Schmankerl für die Mühe werden jeden
Monat zwei Karten für die Nussknacker-Gala im Dezember in München verlost.

Aus den eingereichten Vorschlägen sucht eine kleine interne
Jury aus Redaktionsmitgliedern die drei Vorschläge des Monats aus. Diese werden
im Internet vorgestellt und jeder Besucher hat die Möglichkeit für seinen Favoriten
abzustimmen.

Der Goldene Nussknacker wird am Ende des Jahres in München
auf der Nussknacker-Gala verliehen. Hierzu stellen alle Monatsgewinner ihre
Projekte der Jury vor. Die Jury besteht aus bekannten und qualifizierten
Vertretern der Kommunikationsbranche, aber auch aus Vertretern aus Politik,
Wirtschaft, Kultur, Sport, Medien und Unterhaltung mit kommunikativer Bedeutung
oder Qualifikation.

Wer hat schon gewonnen?

Erster Gewinner des PR-Nussknackers war die Aktion
„Elterntaxi“ über die wir schon berichtet haben.
Im November folgte als Preisträger World Vision Deutschland mit ihrer
Kinderstudie. Und heute steht auch fest, wer den Preis für Dezember 2006 /
Januar 2007
gewonnen hat: Wyeth Pharma in Münster für die PR-Aktion “WIR-Tag für ‘Good
Corporate Citizen’”.

Anne Köster

02.Februar 2007

Hier sind Eure Videos

Ein Photo vom monströsen Dailymotion-Server, wo die Millionen von Videos gespeichert sind.
Mit auf dem Bild: Olivier Poitrey, CTO bei .Storage_1

via Dailymotion-Blog

Susanne Porr

31.Januar 2007

Videoportale – Der große Vergleich (Teil 2)

Videocontent – Woher kommt er, wie gut ist er und wodurch unterscheiden sich die Portale voneinander?

Gerade im Bereich hat die Anzahl von User Generated Content eine unvorstellbare Größenordnung angenommen. Allein im letzten Monat hat z.B. 1,6 Mio Visists und 30 Mio Page Views verzeichnet.

Der Vorteil solch offener Netzwerk liegt auf der Hand: Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, die Inhalte sind vielfältig, individuell und ideenreich. Im besten Falle! Nicht selten jedoch ist User Generated Content geprägt von vulgärem, uninteressanten und wenig inspiriertem Output.

Die Frage ist: Wie generieren die genannten 5 Portale (, Dailymotion, , und Clipfish) ihre Inhalte und wie sichern sie die Qualität? Oder greifen sie so weit ein, dass UGC unterdrückt und durch Mainstream-Angebote ersetzt wird?

Ein Blick auf MyVideo und Clipfish zeigt, dass diese beiden Portale mainstream und eindeutig auf den Massenmarkt ausgerichtet sind. Die Inhalte sind kaum künstlerisch, nicht international und oft langweilig und unsittlich. Gerade bei MyVideo ist auffallend viel Erotik zu finden. Bei “meist gesehene Videos” sind fast 30 Prozent Erotik-Clips. Die Produzenten scheinen eher jung. Die Macher setzen auf die breite Masse.

Clipfish hingegen setzt ganz stark auf kommerzielle Videoangebote. Der Großteil des Angebots scheinen gekaufte Copyright- oder TV-Inhalte zu sein. Der UGC tritt hier absolut in den Hintergrund. Die Inhalte sind gut sortiert und zu finden, allerdings wenig informativ und originell. Wer hier nach etwas wirklich kuriosem fahndet, wird wohl eher nicht fündig werden. Die Plattform scheint eher eine Promotion-Plattform für TV-Sender.

Ausgefallener und qualitativ höher ist der Content von Sevenload und Dailymotion. Hier stellen definitiv zahlreiche begabte Videocracks ihre Inhalte rein. Wer tiefer einsteigt, kann bei Dailymotion klar die Handschrift der jungen französischen Filmelite erkennen. Phantasievolle, kreative und besondere Videos lassen sich bei diesen Portalen am ehesten aufstöbern.

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Off The Beaten Track
Hochgeladen von bridlefilms

Nachteil Dailymotion: zwar international, allerdings noch wenig deutsche Inhalte. Mit dem bevorstehenden Launch der deutschen Website wird sich das jedoch in Kürze ändern. Nachteil von Sevenload: kaum internationalen Inhalte.

YouTube hat von allem etwas. Von ausgesprochen flach bis extrem originell ist alles zu finden. Viele Firmen nutzen das Portal für ihre viralen Marketingkampagnen, TV-Sender haben Lizenzabkommen mit der Seite, Videos über das Lieblingshaustier werden genauso hochgeladen wie Videos über den Lieblingsstar. Und natürlich ist auch vieles darauf zu finden, was eigentlich verboten werden sollte.

Nina Bock

29.Januar 2007

Zeitungen gewinnen Leser durch Blogs

Journalisten und Blogger, Konkurrenz oder Symbiose? Diese Frage taucht sowohl in traditionellen Medien als auch in der Blogosphäre immer wieder auf.

Positive Prognosen für ein symbiotisches Miteinander gibt eine aktuelle Studie von Nielsen/NetRatings. Sie untersuchte die Entwicklung der Leserzahlen bei Onlineversionen führender US-Zeitungen und deren Blogs. Die Gesamtleserschaft wuchs laut Nielsen im letzten Jahr um neun Prozent – die der zeitungseigenen Blogs dagegen um 210%.

OK, man muss natürlich bedenken, dass das Thema Blogs wesentlich jünger ist und damit viel mehr Wachstumspotenzial bietet. Allerdings machen die Blog-Leser laut der Studie mittlerweile immerhin 13% der Online-Leserschaft aus und helfen Online-Zeitungen dabei ihre Leserschaft zu erweitern. Die US-Zeitungen sehen in ihren Blogs die Möglichkeit, ihren Lesern einen Mehrwert zu bieten, der sie von anderen Zeitungsangeboten abheben. Das Blog gibt dabei unter anderem die Möglichkeit, mit Echtzeit-Leserbriefen auf Artikel zu reagieren und so den Austausch zwischen Redaktion und Lesern zu beleben.

Die Studie untersuchen allerdings lediglich das Nutzungsverhalten der Leser. Auf die Frage nach der Glaubwürdigkeit oder dem Vertrauen in die unterschiedlichen Medien geht sie nicht ein.

Die Gelegenheit das Thema „Qualitätsjournalismus & Blogs“ zu diskutieren, bietet das Nextperts-Treffen am 7. Februar. Blogger und Journalisten beschäftigen sich dabei mit kontroversen Medien-Thesen von “Wozu noch Journalisten?”, „Im Internet tummeln sich Experten aller Fachgebiete, die vielen Journalisten zumindest inhaltlich, oft auch sprachlich überlegen sind“, bis zu „Massenmedien bleiben, gute Medienmarken haben eine Zukunft“. Weitere Informationen gibt es bei Klaus Eck, der die Nextperts-Treffen organisiert, auf PR-Blogger.de.

Wibke Sonderkamp

29.Januar 2007

Hmpf – grrrrr – ?!?

Sprechblase_2

Kann man Sprechblasen in seine Youtube- oder Dailymotion-Videos einbauen? Kein Problem dank

BubblePLY – ein nützliches Tool! Akademie.de zeigt in einem Lernvideo sehr ausführlich, wie das geht.

via Bernd Röthlingshöfer.

Susanne Porr

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