08.April 2010

Googel als eierlegende Wollmilchsau im Büroalltag

“10 Simple Google Search Tricks” hatte die New York Times Technology-Rubrik letzthin zu bieten. Die meisten sind wohl bekannt, aber ein paar Funktionen waren mir neu und könnten im Büroalltag recht nützlich sein:

1. Use the “site:” operator to limit searches to a particular site. If I’m looking for WWD posts about GTD, for example, I could try this search: GTD site:webworkerdaily.com.

Das ist auf jeden Fall praktisch. Ich ärgere mich immer, wenn Sites – sogar einige Online Magazine – keine Suchfunktion bieten oder die Suche einfach grottenschlecht ist.

2. Use Google as a spelling aid.

Ja, das kennen wir Sprachakrobatiker …

3. Use Google as a calculator.

Laaaangweilig!

4. Find out what time it is anywhere in the world. For example, try: time San Francisco

Das wusste ich gar nicht, super! Ich suche ständig vor Telefonkonferenzen irgendeine Zeitzonen-Website um ‘rauszufinden, ob Moskau jetzt auch schon Sommerzeit hat oder so…

5. Get quick currency conversions. E.g.: 100 pounds in dollars.

Könnte schneller sein als meine übliche Site anzuclicken, mal ausprobieren …

6. Use the OR operator. It can be particularly handy in conjunction with the “site:” operator. For example, you could try this search: GTD or “getting things done” site:webworkerdaily.com

OK, könnte nützlich sein, wenn man ein Thema recherchiert, aber nicht sicher ist, welche Keywords passen….

7. Exclude specific terms with the – operator. E.G. looking for information about American Idol but not Simon Cowell: “american idol” -cowell

Die Funktion mag ich. Bei online Clippingdiensten funktioniert das ja auch schon ganz gut …

8. Search for specific document types. E.g.: GTD filetype:ppt

Nutze ich selten, aber gut zu wissen …

9. Search within numerical ranges using the .. operator. E.g Olympic events in the 1950’s: Olympics 1950..1960

Auch nicht schlecht …

10. Area code lookup. Need to know where a phone number is located?

Na, ja gut –wer darauf nicht kommt … aber es musste wohl ein 10ter Tipp her …

Wibke Sonderkamp

01.April 2010

Besser als Bananenschalen

Bananenschale_Shutterstock Passend zum 1. April veröffentlicht die Computerwoche heute die 10 besten Büro-Scherze. Ganz weit vorn, wie der Internet-Explorer beim Kollegen einen System-Neustart initiieren kann oder wie man die Büro-Nachbarn mit einer Phantom-Maus verwirrt.

Die Neueinstellung von Google bei den lieben Kollegen – z.B. in Muppet-Schwedisch “Bork, bork, bork!” – erinnert mich an Studentenwohnheimzeiten. Dort war der TV-Text immer auf finnisch oder chinesisch verstellt.

Dabei fällt mir ein, dass eine Kollegin sich heute früh beschwert hat, dass der Edit-Button auf Ihrer Collaboration-Site verschwunden ist. Ein Aprilscherz von Microsoft?

Wibke Sonderkamp

29.März 2010

Der Berg und der Prophet – heute als: „der Event und der Journalist am Schreibtisch“

Immer mehr Journalisten erklären, dass sie zwar gerne an einer Messe oder einem Event teilgenommen und dort vor Ort mit Unternehmensvertretern gesprochen hätten, aber aufgrund von Zeitmangel und Reisebudget-Beschränkungen leider nicht vom ihrem Schreibtisch wegkommen.
Diese Erfahrung machen wir nicht nur in Deutschland, sondern auch die Kollegen aus anderen Ländern bestätigen diesen Trend. weiterlesen Der Berg und der Prophet – heute als: „der Event und der Journalist am Schreibtisch“

18.Februar 2010

Pay any „wurst“ by Credit Card and get a coffee for free

Dass viele unserer Landsmänner und –frauen unter dem Denglisch leiden ist weithin bekannt. Doch dass auch unsere europäischen Nachbarn darunter leiden ist den meisten neu. Was mich dabei erstaunt ist, dass diese nicht nur an der Verenglischung des Wortschatzes leiden, sondern auch an der Verdeutschung der Sprache. Eine kleine Internetrecherche zeigt die besten Ergebnisse für Iteutsch, Freutsch und Engeutsch:
Scheinbar als Rache für unser Denglisch haben wir unsere Sprache auch auf der Insel verbreitet. So kann man durchaus deutsche Wörter wie „to abseil“, „the angst“, „the autobahn“, „the wunderkind“  und „the bratwurst“ im Englischen hören. Bestes Beispiel für Letzteres ist die Londoner Kurz & Lang Bratwurst Company. Von der normalen deutschen Bratwurst über die Käsewurst, Krakauer und der Frankfurter bis hin zur beliebten Currywurst ist in dieser Imbissbude alles erhältlich. Sogar Brezen, Sauerkraut und dazu deutsches Bier werden Angeboten. Und da die Briten ja bekannt sind für ihre Höflichkeit, wünschen Sie auch „Guten Appetit“.
Besondere Angebote wie „Pay any „wurst“  with your American Express Card and get a coffee of your choice for free” sollen Kunden jeder Herkunft anlocken, um die “proud and perky Bratwursts” zu probieren.
„Kurz & Lang is literally fresh from Germany: delicious Bratwursts” aus dem Rheinland. Wer also mal eine echte Denglische Wurst probieren will, sollte sich auf den Weg ins Zentrum von London machen. Also: „Do Pop in to say hello and try the best „wursts“  in town.“

Weniger überraschend finde ich den Einfluss des Deutschen in die italienische Sprache. Jedes Jahr belagern Tausende von Deutschen eines der beliebtesten Urlaubsländer. Kein Wunder, dass dabei Wörter, wie „lo blitz“, „il poltergeist“, „la schadenfreude“, „il kindergarten“ und „kaputt“ hängen bleiben.

Was dafür umso mehr überrascht ist der Einfluss der deutschen Sprache in das Französische. Das Land, das sogar für Skateboard eine passende Übersetzung wie „la planche à roulettes“  bietet, übernimmt ausgerechnet vom „Lieblingsnachbarn“ schlechthin Wörter wie „le waldsterben“, „le doppelgänger“, „le zeitgeist“, „la zuckerwatte“ und „le rollmops“.

Stefanie Nunberger

11.Februar 2010

“Die Pärformenz liegt weit unter dem Bänschmark”

shutterstock_schnurtelefon.jpgDas Thema Unternehmens-Denglisch schein ein echter Dauerbrenner zu sein. – Logisch eigentlich, schließlich begegnen uns täglich die tollsten Blüten. Heute gab es dazu wieder einen sehr netten Beitrag – dieses mal von Winfried Gertz in der Computerwoche.

Neben dem Personalgesuch für einen „Front Office Assistant Manager im Face-to-face-Marketing“, sprich Verkäufer/in für die Käsetheke, berichtet Gertz von der Evolution des „Knotenrechner mittelschnell (KMS)“ und vielen Beispielen für denglisches Kauderwelsch mit dem Ziel Kompetenz zu demonstrieren.

Dabei nimmt er auch einige IT-Führungskräfte auf die Schippe, die uns in Kommentaren oder Videobeiträgen von Messen mit allerlei Wortakrobatik erfreuen. „”Wir bieten im Bereich Sophisticated Small Medium Business vertikale Lösungen an”.

„Fremdsprachlich dilettiert wird bis in höchste Management-Positionen“ resümiert der Autor und gibt Tipps, wie Unternehmen den Spagat zwischen Globalisierung und verständlicher Sprache besser angehen können.

„Da frohlockt die Bottem Line“

Wibke Sonderkamp

09.Februar 2010

Die Stimme aus dem Off – oder: die Schatten der Vergangenheit…

Kommunikation mit Freunden weltweitEs hat zugegebenermaßen ziemlich lange gedauert bis zu meinem Entschluss, mich nun doch bei Facebook anzumelden. Die täglich sprudelnde E-Mail Flut und meine Aktivitäten in anderen Social Media & Netzwerken waren als mentale Barriere eine Weile ziemlich wirkungsvoll…Die Neugier, wer mir auf Facebook alles begegnen würde, ließ meine Standfestigkeit schließlich in sich zusammenbröseln wie die Kekse vom letzten Weihnachtsfest. Noch viel weniger hatte ich allerdings damit gerechnet, wer mich alles finden würde! Einmal in den Fängen dieser internationalen virtuellen Krake – und die Schatten der Vergangenheit holten mich ein… Gleich die erste Mail kam von einem Australier, der zeitgleich mit mir an der Shanghaier East China Normal University (ECNU) studiert hatte: „Hey, Claudia, is that you with the many languages?” Meine Laune verbesserte sich schlagartig – der prägende Eindruck, den ich bei ihm hinterlassen hatte, hielt offenbar nach 20 Jahren immer noch an. Zwei Tage später die Mail von einem lang verschollenen russischen Freund von mir: „Endlich habe ich Dich wieder gefunden – lass uns telefonieren!” Es war wie die „Stimme aus dem Off” – ich hätte nicht mal gewusst auf welchem Kontinent er sich gerade befindet.

Inzwischen stellt sich bei mir schon ein Gefühl ein, als säße ich auf meinem gemütlichen Sofa und blättere in alten Fotoalben, wenn ich mich bei Facebook einlogge. Meinen russischen Freund haben vermutlich eher die echten Bilder von unseren Uniparties zu seiner Recherche bei Facebook motiviert… Ich habe bislang in Köln, Berlin, Stuttgart, Shanghai, Moskau und München gelebt – und habe es immer wieder bedauert, nicht mit allen Menschen, die ich dort kennen gelernt habe, gleich intensiv Kontakt halten zu können. Netzwerke wie Facebook geben mir irgendwie die Illusion dass sie alle noch drin sind in meinem Leben. Und wer weiß was da noch so alles geht – ich denke da an ein virtuelles Studententreffen für die internationalen Alumni der ECNU, nur so unter uns…

Claudia Wittwer

19.November 2009

Alle Jahre wieder….

baby_weihnachtsmanner_fur_blog_17112009.JPG So wie jedes Jahr trifft uns Weihnachten auch diesmal wieder unvorbereitet. Von löblichen Ausnahmen abgesehen,rückt der Geschenkkauf für die Lieben daheim erneut in (zu) große zeitliche Nähe zum Fest. Aber zumindest im Büroalltag gilt es vorbereitet zu sein. Es naht die gleichzeitig schönste und doch „fettnäpfchengepflastertste“ Zeit des (Arbeits)Jahres. Ähnlich gefährlich ist nur noch Fasching. Da ist es tröstlich, dass zahlreiche Kollegen der schreibenden Zunft die Notlage erkannt und mit hilfreichen Ratgebern darauf reagiert haben. So erfährt der Ratsuchende dank ihnen, wie man Kollegen/Innen richtig beschenkt und eventuellen Fallstricken entkommt. Allerdings erfordert dies sorgfältigste Planung, hohes diplomatisches Geschick und symbiotische Teamwork. Nicht jedem ist dieses gegeben.Was aber wohl jeder kann, ist Kaugummikauen an frischer Luft – empfohlen zum Abbau von vorweihnachtlichem Stress. Ob es die Kaugummis wohl auch in Geschmacksrichtung Gewürzspekulatius gibt ? Wenn nur Stressabbau immer so einfach wäre. Wem es allerdings rein um den karitativen Aspekt von Weihnachten geht, der hat jetzt die Chance alte Teile der IT-Ausstattung umwelt- und menschenfreundlich zu entsorgen und sie einer sinnvollen und freudenspendenden Weiterbenutzung zuzuführen. Frei nach dem Motto: „An andere denken,  Freude schenken“.

Aber auch unsere älteren, nicht mehr im Arbeitsleben präsenten Mitbürger/Innen, sollte man nicht vergessen. Allerdings sollte man sich ihnen nicht aufdrängen. Manchmal wollen auch sie einfach nur in Ruhe gelassen werden, wie das Beispiel Seniorenheim Stenkelfeld zeigt.

Martin Uffmann

04.November 2009

Mobiles Europa

… wie die Mobilfunkbranche Europas Wirtschaft und unser Leben bis 2015 verändern möchte

MobileFutureDie Interessensvertretung der internationalen Mobilfunkbranche GSMA hat gestern ein sogenanntes European Mobile Manifest veröffentlicht.

Die Grundsatzerklärung liefert eine ausführliche Marktübersicht über den EU Mobile Markt heute und legt dar, mit welchen konkreten Maßnahmen die Mobil-Branche die Europäische Kommission bis zum Jahr 2015 unterstützen wird. Zum Umsetzen dieser Initiativen stellt die Branche auch konkrete Forderungen an die Europäische Kommission.

Das Grundsatzpapier wurde von den Mobilfunkanbietern in Zusammenarbeit mit Ingenious Consulting erstellt und zielt darauf ab, soziale, ökonomische und ökologische Unterstützung durch folgende Initiativen zu liefern:

  • Soziale Initiativen in den Bereichen mLearning, mHealth, mGovernment
  • Ökonomische Initiativen durch die Verbreitung von Mobile Broadband und mCommerce
  • Umwelt-fördernde Initiativen wie mobile Telearbeit, Verkehrssteuerung, SmartCities, SmartBuildings und Smart Manufacturing, standardisierte Ladegeräte etc.

Die Folgen dieser Initiativen werden klar erkennbar sein. Die Berechnungen zeigen beispielsweise, dass Teleworking den CO2-Ausstoss um 22,1 MtCO2e pro Jahr senken und Energieeinsparungen im Wert von 7,7 Milliarden Euro bewirken können. Im Bereich mHealth gehen die Berechnungen von weiteren 78 Milliarden Euro an Einsparungen bis 2015 aus. Zunehmende Konnektivität soll außerdem die Produktivität fördern und damit bis 2015 bis zu 349 Milliarden Euro, beziehungsweise 2,9 Prozent des EU Bruttoinlandprodukts (BIP) erwirtschaften

Die Branche geht von einem Investitionsvolumen von 340 bis 750 Milliarden Euro bis zum Jahr 2015 aus. Das Manifest wird von 10 führenden Mobilfunkanbietern unterstützt – darunter Orange, Telecom Italia, Telefonica, T-Mobile und VODAFONE. Insgesamt vereint die GSMA fast 800 Mobilfunkanbieter in 219 Ländern sowie mehr als 200 Unternehmen im weiteren Mobilfunkumfeld.

Download des Manifests
Video-Interview mit dem Tom Phillips GSMA: www.mobileworldlive.com

Wibke Sonderkamp

30.September 2009

Der zwitschernde Operationssaal – Twitter treibt neue Blüten

                                                                Via Twitter – so der Spiegel – informiert das St. Luke`s Hospital in Cedar Rapids, Iowa, USA, neuerdings die Angehörigen von Patienten und Neugierige aus aller Welt über den neuesten Stand bei Operationen. Tweets wie „Jetzt wird das Peritoneum geöffnet“ oder „Jetzt trennt der Arzt Gefäße und Bänder…“ werden demnächst vielleicht häufiger zu lesen sein, denn Kliniken in Dallas und Cedar Rapids sind offen für das gezwitscher aus dem Operationssaal, sofern die Patienten und Chirurgen damit einverstanden seien, so die Klinikleitungen.

Die Idee entstand nach einer via Webcast übertragenen Operation, die den etwas zartbesaiteteren Zuschauern zu intensiv war. „Das ist ein behutsamerer Ansatz um Patienten und andere zu informieren“, so eine weitere Klinik- Sprecherin.

Bereits im Mai wurde dieser neue Kommunikationsweg in einer Kinderklinik in Dallas während einer Nierentransplantation getestet und nun folgte die Gebärmutteroperation einer 70-jährigen Frau im St. Luke`s Hospital in Cedar Rapids.

„Wir bekommen Echtzeit – Informationen, anstatt im Warteraum herumzusitzen und nicht zu wissen, was passiert“, so Joe Cleary, einer der ersten Testpersonen. Bei der Operation seiner Mutter saß Cleary mit seinem Laptop im Wartezimmer und las in drei Stunden mehr als 300 Tweets, die Klinik-Sprecherin Sarah Corizzo im Laufe der Operation verschickte. Auch seine Fragen wurden unmittelbar von Corizzo beantwortet, die gleich neben der sterilen Zone an einem Computer saß und das Operationsgeschehen im Auge behielt.

Neben Cleary und seiner Familie verfolgten weitere Hunderte von Twitter Usern live die Operation der Patientin. Alle Testpersonen sprachen sich bisher nur positiv über diese neue Art der Krankenhauskommunikation aus. Doch wie viele Freiwillige sich noch für eine derartige Zurschaustellung des –im wahrsten Sinne – eigenen Innenlebens bereit erklären bleibt abzuwarten.

Stefanie Nunberger

14.September 2009

Deutschlands größter Medienpreis für Umwelttechnik

Clean Tech Media Award 2009

Das „Who is Who” der Umwelttechnik-Branche sowie Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Kultur gaben sich am Donnerstag in Berlin die Ehre, um „grüne Projekte” und technische Neuheiten auszuzeichnen. Vergeben wurden die Clean Tech Media Awards 2009 in den Kategorien „Technologie”, „Nachhaltigkeit”, „Kultur & Medien” und erstmals auch in der Kategorie „Nachwuchswissenschaftler”. Prämiert wurden unter anderem das energieeffizienteste Bürogebäude der Welt, ein innovatives Hybrid-Kraftwerk, sowie verschiedene Forschungsprojekte. Zu den Partnern und Förderern der Auszeichnung gehört auch GlobalCom PR-Network.

Hier sehen Sie Kommentare und Reaktionen der Preisträger und Förderer des Clean Tech Media Award 2009:

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Näheres unter www.cleantech-award.de sowie unter www.cleanenergy-project.de

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